Der Flughafen Köln/Bonn wächst geringfügig weiter. Das Vor-Corona-Niveau ist aber noch in weiter Ferne. Der Airportchef kritisiert die deutschen Standortkosten.
Köln/BonnFlughafen wächst auf 10,1 Millionen Passagiere

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Eurowings startet vom Flughafen Köln/Bonn. .
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Der Flughafen Köln/Bonn hat es im abgelaufenen Jahr 2025 erneut geschafft, gegenüber dem Vorjahr bei den Passagierzahlen zu wachsen. Wie der Airport am Mittwoch mitteilte, wurden 10,1 Millionen Passagiere in Köln/Bonn gezählt. Im Jahr 2024 war mit ziemlich genau 10,0 Millionen Fluggästen erstmals nach der Corona-Pandemie die Zweistelligkeit wieder erreicht worden. Im Jahr zuvor lag der Wert bei 9,8 Millionen Reisenden.
Zu den beliebtesten Reiseländern ab Köln/Bonn zählten unter anderem die Türkei und Spanien. Besonders stark nachgefragt waren Ziele wie Antalya, Palma de Mallorca, Istanbul und London. Das Urlaubssegment legte durch den Ausbau von europäischen und außereuropäischen Ferienzielen weiter zu.
Kaum noch innerdeutsche Flüge
Gleichzeitig ging die Zahl der Business-Fluggäste mit dem Corona-Ausbruch zurück und konnte sich kaum wieder erholen. Hinzu komme der weiterhin rückläufige innerdeutsche Verkehr, der 2025 nochmals deutlich nachgegeben hat und die Verkehrsentwicklung zusätzlich begrenzte.
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Gleichzeitig zeige sich, dass die „hohen staatlichen Standortkosten in Deutschland“ eine noch positivere Entwicklung bremsten, hieß es vom Airport Köln/Bonn. „Diese Kosten haben dazu geführt, dass Airlines ihr geplantes Programm nicht vollständig umgesetzt und Flugzeuge an wettbewerbsfähigeren Standorten in Europa eingesetzt haben“, sagt Flughafenchef Thilo Schmid. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 fehlten deshalb weiterhin mehr als zwei Millionen Reisende.
Für 2026 erwartet der Flughafen Köln/Bonn, die Zehn-Millionen-Marke im Passagierverkehr erneut zu übertreffen
Im Frachtgeschäft konnte der Flughafen seine Stellung als eines der wichtigsten Luftfrachtdrehkreuze in Deutschland 2025 zumindest behaupten. Insgesamt wurden – wie bereits 2024 – 840.000 Tonnen Fracht umgeschlagen. „Trotz einer schwächelnden Weltwirtschaft sowie anhaltender geopolitischer Kriege und Konflikte blieb das Frachtaufkommen somit stabil auf sehr hohem Niveau“, so der Airportchef weiter. Das Ergebnis im Frachtbereich zeige, dass Köln/Bonn auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen leistungsstark sei, so Schmid.
Für 2026 erwartet der Flughafen Köln/Bonn, die Zehn-Millionen-Marke im Passagierverkehr erneut zu übertreffen und die Zahl der Reisenden weiter zu steigern. Im Frachtgeschäft soll das „sehr hohe Niveau auch im laufenden Jahr weiter bestätigt und gefestigt werden“, so der Geschäftsführer.

