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Grünes Licht für Tante EnsoSmart-Store-Kette darf 36 Tegut-Filialen übernehmen

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Supermarktkette Tegut

Der Handelskonzern Migros trennt sich von seiner Supermarktkette Tegut. (Archivbild)

Das Kartellamt stimmt zu: Die Kette Tante Enso übernimmt 36 Tegut-Märkte und sichert so die Versorgung auf dem Land.

Für die Akquisition von 36 Tegut-Supermärkten durch die Smart-Store-Kette Tante Enso wurde grünes Licht gegeben. Veräußerer ist die Genossenschaft Migros Zürich. Wie die zuständige Behörde informierte, hat das Bundeskartellamt die Übernahme genehmigt. Die betreffenden Filialen liegen vornehmlich in ländlichen Gebieten Hessens, Thüringens und im Norden Bayerns. Bereits im März verkündete der vormalige Inhaber, Migros Zürich, den Rückzug aus dem deutschen Geschäftsfeld und die Verkaufsabsicht für die Supermarktkette Tegut.

Die Stärkung eines kleineren Konkurrenten in einem von wenigen Großkonzernen dominierten Markt sei der Grund für die Zustimmung, erläuterte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. „Tante Enso verfügt bislang über eine vergleichsweise geringe Marktstellung im Lebensmitteleinzelhandel und ist vor allem in ländlichen Regionen tätig“, erklärte Mundt. Ferner könne mit der Akquisition die lokale Versorgung in den jeweiligen Gebieten sichergestellt werden.

Geschäftsmodell von Tante Enso: Teilautomatisierte Kleinmärkte

Mit Firmensitz in Bremen führt das Unternehmen Tante Enso bundesweit beinahe 90 teilautomatisierte Kleinmärkte, welche sich schwerpunktmäßig auch im dörflichen Umfeld finden. Gemäß den Informationen der Wettbewerbsbehörde erzielte die Unternehmensgruppe 2025 einen Umsatz von etwa 40 Millionen Euro. Üblicherweise sind die Geschäfte durchgehend zugänglich, während Mitarbeiter nur zu festgelegten Stunden anwesend sind.

Verbleib der übrigen Tegut-Märkte ungeklärt

Der Markenname Tegut wird an den akquirierten Standorten verschwinden. Offen ist allerdings, wie viele dieser Filialen tatsächlich fortgeführt werden. Zusätzlich zur Akquisition durch Tante Enso beabsichtigt der Lebensmittelhändler Edeka die Übernahme von circa 200 Tegut-Märkten. Die Rewe-Gruppe hat ihrerseits Interesse an maximal 40 Filialen bekundet. Auch für diese Veräußerungen steht die Genehmigung durch die Kartellbehörde noch aus. Bei Edeka endet die Frist für das Hauptprüfverfahren Ende August, im Fall von Rewe Ende September.

Gegründet wurde Tegut im Jahr 1947 in Fulda; die Akquisition durch die Schweizer Migros erfolgte zu Beginn des Jahres 2013. Das Unternehmen ist mit Filialen in sechs Bundesländern präsent, wobei die Mehrzahl der Geschäfte in Hessen angesiedelt ist. Laut Auskunft von Migros existieren ungefähr 340 Tegut-Standorte, worunter auch die 40 „Teo“-Minimärkte fallen. Die Belegschaft von Tegut zählt beinahe 7.500 Angestellte. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.