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Wichtige WasserstraßeRheinpegel fällt in Köln unter einen Meter – das sind die Konsequenzen

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Wenn der Rhein wenig Wasser führt, ist das zum Beispiel in Rodenkirchen gut sichtbar. Das Bild zeigt Niedrigwasser bei einem Stand von 1,63 Metern im April 2025.

Wenn der Rhein wenig Wasser führt, ist das zum Beispiel in Rodenkirchen gut sichtbar. Das Bild zeigt Niedrigwasser bei einem Stand von 1,63 Metern im April 2025. 

Der Pegel des Rheins ist in Köln auf 97 Zentimeter gefallen. Das bremst Frachtschiffe aus und belastet die Logistik der Region.

Der Rhein führt wenig Wasser: Am Montagmorgen (13. Juli) wurde am Kölner Pegel ein Wasserstand von 97 Zentimetern gemessen. Für Dienstag werden 92 Zentimeter erwartet, Tendenz weiter leicht fallend.

Der niedrige Pegel hat Folgen weit über das Rheinufer hinaus. Vor allem die Binnenschifffahrt muss ihre Ladung deutlich reduzieren. Je weniger Wasser der Fluss führt, desto geringer darf der Tiefgang der Schiffe sein – und desto weniger Fracht können sie transportieren.

Es wird voller auf dem Rhein – und auf den Straßen

Für die Industrie in Köln und dem Rheinland bedeutet das mehr Aufwand. Rohstoffe und Waren kommen zwar weiterhin an, müssen aber auf mehr Schiffe verteilt oder teilweise auf Lkw und die Schiene verlagert werden. Das erhöht den logistischen Aufwand und die Transportkosten.

Auf die Personenschifffahrt hat das Niedrigwasser erst Auswirkungen ab einem Pegelstand von 80 Zentimetern, so die Reederei Köln-Düsseldorfer (KD). Zuletzt konnten die Schiffe im September 2003 wegen Niedrigwassers nicht mehr auslaufen. Damals fiel der Rheinpegel auf 63 Zentimeter, sodass auch die KD ihren Betrieb einstellen musste.

Ausgetrocknetes Flussbett des Rheins, am 9. Juli 2026 in Bonn. Im Hintergrund die gesperrte Autobahnbrücke der A565.

Ausgetrocknetes Flussbett des Rheins, am 9. Juli 2026 in Bonn. Im Hintergrund die gesperrte Autobahnbrücke der A565.

Der aktuelle Pegel in Köln liegt noch deutlich über dem historischen Tiefststand von 69 Zentimetern aus dem Herbst 2018. Damals kam es zu erheblichen Einschränkungen im Güterverkehr, einzelne Fährverbindungen wurden eingestellt und die Bundesregierung griff sogar auf Treibstoffreserven zurück.

Im Juni 2026 verzeichnete der Rhein aber bereits einen Niedrigwasser-Rekord für den Monat; das hatte es seit 100 Jahren nicht mehr gegeben. Der Kölner Pegel wird am denkmalgeschützten Pegelhaus an der Altstadt gemessen. Die angezeigten Werte entsprechen allerdings nicht der tatsächlichen Wassertiefe des Rheins. Selbst bei einem Pegel von 97 Zentimetern beträgt die Tiefe in der Fahrrinne noch rund 1,97 Meter.