Der Onkologe gründete die Deutsche CLL-Studiengruppe, die neue Behandlungen der chronischen lymphatischen Leukämie erforscht.
150 aus 150Michael Hallek ist einer der weltweit führenden Krebsforscher

Professor Michael Hallek leitet die Klinik I für Innere Medizin am Universitätsklinikum Köln und ist Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Köln Bonn.
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Zum 150. Geburtstag des Kölner Stadt-Anzeiger stellen wir jeden Tag eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Im 95. Teil der Serie geht es um den Krebsforscher Michael Hallek.
Bedeutung
Michael Hallek ist einer der weltweit führenden Krebsforscher. 1978 bis 1985 studierte er Medizin in Regensburg, München und Paris. Ab 1995 war er Oberarzt in München, ab 1999 Professor. 2003 nahm er einen Ruf der Kölner Uni an. Er leitet die Klinik I für Innere Medizin am Universitätsklinikum Köln. Seit 2007 ist er zudem Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Köln Bonn, das 2019 zum CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf erweitert wurde. Allein in Köln werden jährlich 27.000 Patienten behandelt.
Michael Hallek
Geboren: 19. Juli 1959 in Hof
1996 gründete Hallek die Deutsche CLL-Studiengruppe, die sich dafür einsetzt, die Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) stetig zu verbessern. In klinischen Studien untersuchen die Mitglieder neue Therapien und Behandlungskonzepte, um Patientinnen und Patienten künftig noch wirksamer und schonender behandeln zu können. Heute gilt die von Hallek geleitete Gruppe als das führende Forschungsnetzwerk für klinische CLL-Studien in Deutschland. Er und sein Team verzeichnen stetig wachsende Erfolge in der Krebsbehandlung.
Hallek war von 2015 bis 2021 Vorsitzender der International Working Group on CLL. Er plädiert für die Vernetzung von Patientendaten, um möglichst viele Forschungsdaten zu erhalten. Seit 2023 ist er auch Vorsitzender des Sachverständigenrats für Gesundheit und Pflege der Bundesregierung.
Wirken in Köln
Im Oktober 2025 war Hallek Tagungspräsident der gemeinsamen Jahrestagung der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und medizinische Onkologie mit über 6400 Teilnehmenden im Messe-Kongresszentrum. Er plädiert für einen Verbund der Uni-Kliniken mit den Städtischen Kliniken. Als Gastautor im „Kölner Stadt-Anzeiger“ regte Hallek die Gründung eines Innovations-Hubs für Gesundheitswirtschaft an, wo an der Medizin von übermorgen gearbeitet werden kann.
Bemerkenswert
Hallek besitzt mit seiner Frau Ingrid seit 2004 das Weingut Château Le Pin Beausoleil im Bordeaux. Er ist davon überzeugt, dass maßvoller Konsum von Alkohol nicht schädlich sei.
Spuren in der Stadt
Hallek war der Initiator des neuen CIO-Gebäudes, das 2019 als größter Klinikneubau auf dem Gelände der Uniklinik eröffnet wurde.
Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.
