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150 aus 150Norbert Oberhaus gründete das c/o pop Festival mit

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20.04.2023, Köln: Gespräch im NevenDumont Haus mit dem Kölner Kulturdezernenten Stephan Charles, Norbert Oberhaus (Gründer und Geschäftsführer c/o pop) und einer Vertreterin der Musikmesse c/o pop zum Popmusikstandort Köln. Foto: Thilo Schmülgen

20.04.2023, Köln: Gespräch im NevenDumont Haus mit dem Kölner Kulturdezernenten Stephan Charles, Norbert Oberhaus (Gründer und Geschäftsführer c/o pop) und einer Vertreterin der Musikmesse c/o pop zum Popmusikstandort Köln. Foto: Thilo Schmülgen

Der Kulturmanager ist seit Jahren in der Kölner Musik- und Eventbranche aktiv. Er rief nicht nur das c/o pop ins Leben.

Zum 150. Geburtstag des Kölner Stadt-Anzeiger stellen wir jeden Tag eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Im 63. Teil der Serie geht es um den Musik- und Kulturmanager Norbert Oberhaus.

Bedeutung

Oberhaus ist ein bundesweit bekannter Musik- und Kulturmanager. 1982 kam der Industriekaufmann aus dem Oberbergischen als Zivildienstleistender nach Köln und studierte hier anschließend Betriebswirtschaft. Er arbeitete zwei Jahre bei der „Stadt-Revue“ und von 1992 bis 2002 im Stadtgarten als Marketingleiter sowie Programmleiter für den Bereich Pop- und Worldmusic.

Zeitgleich gründete er sein eigenes Unternehmen, mit dem er unter anderem das Musikprogramm zum Weltjugendtag 2005 und das Kulturprogramm in NRW zur Fußball-WM 2006 organisierte. 2010 initiierte er die Popmusik-Förderung für Nachwuchstalente in Nordrhein-Westfalen und den popNRW-Preis. Als landesweite Interessenvertretung für Popkultur gründete er 2020 das Popboard NRW und leitete es bis 2024 als Geschäftsführer.


Norbert Oberhaus

Geboren: 19. April 1961 in Nordholz


Wirken in Köln

2004 startete Oberhaus mit Ralph Christoph, der heute noch mit in der Leitung ist, das c/o pop Festival als Antwort auf den Wegzug der Popkomm nach Berlin. Oberhaus etablierte das jährlich stattfindende Nachwuchsfestival in den Bereichen Electro, Indie und verwandten Stilen. Zahlreiche Bands und Einzelinterpreten, die später Karriere machten, absolvierten hier ihre ersten Auftritte, unter ihnen Jan Delay, Arcade Fire oder AnnenMayKantereit.

Neben den Konzerten, viele kostenlos, sorgen ein umfangreiches Begleitprogramm und der Kongress c/o pop Convention für stetig wachsende Besucherzahlen. Über 35.000 Menschen kommen jedes Jahr im Frühjahr nach Ehrenfeld, wo seit 2019 der Schwerpunkt des Festivals ist. Die c/o pop erfindet sich dabei jedes Mal neu – seit Kurzem gibt es ein Straßenfest auf der Neusser Straße. Oberhaus gilt auch als Motor des Zusammenschlusses der Klubszene im Kölner Klubkomm e. V. und als Initiator der Cologne Music Week.

Bemerkenswert

2009 regte Oberhaus die Umwandlung des Ehrenfelder 4711-Bürohauses in ein Kreativquartier an, das wegen fehlender Förderung wieder aufgegeben werden musste, aber den Grundstein für die Kreativwirtschaft im Viertel legte. In der Coronakrise veranstaltete Oberhaus die c/o pop erfolgreich als Digitalausgabe. Er ist bekennender FC-Fan.

Spuren in der Stadt

Der Kölner Kulturrat zeichnete Oberhaus als „Kulturmanager des Jahres 2020“ aus.


Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.