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Grand Culinas geschlossenBekanntes Restaurant aus dem Agnesviertel eröffnet zweiten Standort in Köln

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Die Außenansicht des Brenner'schen Hof mit einem Fioretto-Banner.

Im Brenner'schen Hof war das Grand Culinas seit 2023 beheimatet. Jetzt zieht ein neues Restaurant hier ein.

Zwei bekannte Kölner Gastronomen eröffnen im September ein neues italienisches Restaurant im Brenner'schen Hof in Junkersdorf.

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: Das Fioretto, das sich im Agnesviertel als beliebtes italienisches Restaurant etabliert hat, eröffnet einen zweiten Standort in Köln. Am 1. September soll das „Fioretto Junkersdorf“ im Brenner'schen Hof an den Start gehen. Die neuen Betreiber haben die Schlüssel für die Räume Anfang Juni übernommen, derzeit wird umfassend umgebaut.

Bis vor Kurzem war an gleicher Stelle noch das Restaurant Grand Culinas beheimatet. Künftig wollen Giuseppe Bordonaro und sein Geschäftspartner Michele Di Rosa ihre Vorstellung moderner italienischer Gastronomie nach Junkersdorf bringen. Ein entsprechendes Banner weist bereits am Gebäude auf das neue Restaurant hin.

Gastronomen betreiben bereits mehrere Restaurants in Köln

„Es soll anders aussehen“, sagt Bordonaro. Für die Umgestaltung sind rund drei Monate eingeplant. Dass die Eröffnung Anfang September gelingt, sehen die Betreiber optimistisch.

Der Innenraum vom neuen Fioretto mit ausgebauten Tischen und Baustellen-Flair.

Noch sieht es im neuen Fioretto in Junkersdorf chaotisch aus.

Für die beiden Gastronomen ist das neue Fioretto bereits der fünfte Betrieb in Köln. Neben dem Fioretto im Agnesviertel gehören auch das Tullio in Marienburg sowie die Weinbars Linos in Rodenkirchen und Klettenberg zu ihrem Portfolio.

Warum das Fioretto nach Junkersdorf kommt

Die Idee für einen Standort im Kölner Westen begleitet Bordonaro schon länger. Bereits kurz nach der Eröffnung des damaligen Grand Culinas sei er dort zu Gast gewesen.

„Ich habe damals schon gedacht, dass die Lage wirklich schön ist“, erinnert sich der Gastronom. Hinzu komme, dass viele Gäste aus Junkersdorf, Müngersdorf und den umliegenden Stadtteilen ohnehin regelmäßig seine Restaurants besuchen würden. „Das Publikum passt einfach sehr gut zu unserem Konzept.“

Das Konzept: Gehobene italienische Küche ohne steife Atmosphäre

Inhaltlich soll sich das neue Restaurant eng am Fioretto im Agnesviertel orientieren. Geöffnet wird täglich ab 12 Uhr. Frühstück ist nicht geplant, stattdessen soll es ein durchgängiges Angebot bis 22.30 Uhr geben – mit Drei-Gänge-Mittagsmenü, À-la-carte-Gerichten und einer umfangreichen Weinkarte.

„Wir wollen gehobene italienische Küche anbieten, aber in einem lockeren Rahmen“, sagt Bordonaro. Das Restaurant versteht sich zugleich als Weinbar. Gäste sollen zum mehrgängigen Abendessen ebenso willkommen sein wie für ein Glas Wein und eine Pinsa an der Bar.

„Man kann auch im Jogger kommen“, sagt der Gastronom. Weiße Tischdecken werde es bewusst nicht geben. Stattdessen setzen die Betreiber auf eine sportlich-legere Atmosphäre. Das Konzept habe sich an den bisherigen Standorten bereits bewährt.

Ein Stück Italien in Köln

Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Authentizität. Nach Möglichkeit stellen die Betreiber italienisches Personal ein. Im Fioretto im Agnesviertel seien rund 95 Prozent der Mitarbeitenden Italiener. Auch für Junkersdorf stehe das Team bereits weitgehend fest.

„Wenn man bei uns reinkommt, hört man viel Italienisch“, sagt Bordonaro. „Das vermittelt einen Hauch Italien mitten in Köln.“

Das Fioretto schreibt seine Geschichte weiter

Mit dem neuen Restaurant wächst zugleich eine Erfolgsgeschichte weiter, die eigentlich schon einmal beendet schien. Das ursprüngliche Fioretto gegenüber der Agneskirche war über viele Jahre eine feste Größe im Veedel. Als der Standort aus vertraglichen Gründen aufgegeben werden musste, schien das Kapitel zunächst abgeschlossen. Doch Bordonaro und Di Rosa fanden wenig später neue Räumlichkeiten im Agnesviertel und ließen das Fioretto dort wieder aufleben. Um das alte und das neue Restaurant auseinanderzuhalten, hängen die zwei Gastronomen den Namen des Veedels an. So wird es künftig ein Fioretto Agnesviertel und ein Fioretto Junkersdorf geben.

Der Name selbst hat übrigens eine Bedeutung: Fioretto ist das italienische Wort für Florett, die aus dem Fechtsport bekannte Stichwaffe. Sie findet sich auch im Logo des Restaurants wieder. Das Symbol sei schön und stehe für Dynamik, erklärt Bordanaro – Eigenschaften, die die Betreiber auch mit ihrem gastronomischen Konzept verbinden.

Expansion aus Leidenschaft

Dass aus einem Restaurant inzwischen fünf Betriebe geworden sind, war ursprünglich nicht geplant. Nach der Eröffnung des ersten Ladens verspürte Bordonaro viel Stress. „Nach dem ersten Laden habe ich gesagt: Das war's“, erzählt er. Doch dann ergaben sich weitere Möglichkeiten. Was die beiden Betreiber antreibt, ist die Leidenschaft: „Man liebt dieses Geschäft oder man hasst es“, sagt Bordonaro. „Wir lieben es.“

Einen festen Schlusspunkt wollen die beiden Unternehmer deshalb auch heute nicht setzen. „Wenn sich etwas ergibt, warum nicht?“, sagt Bordonaro. Natürlich sei jeder neue Standort eine Herausforderung. Besonders Junkersdorf sei spannend, weil man dort bislang noch keine Erfahrung gesammelt habe. „Aber genau solche Herausforderungen gehen wir gerne an.“  Finanzielle Gründe stünden dabei nicht im Vordergrund. „Reich wird man mit Gastronomie nicht“, sagt der Betreiber. „Aber es macht Spaß. Wir sind gerne Gastgeber und unsere eigenen Chefs.“ Deshalb sind die beiden auch regelmäßig selbst in ihren Restaurants anzutreffen. „Wir drehen jeden Tag unsere Runden“, sagt Bordonaro.

Restaurants in Junkersdorf

Die Betreiber treffen in Junkersdorf auf ein gastronomisch interessantes Umfeld. Rund um den Brenner'schen Hof haben sich in den vergangenen Jahren einige Restaurants einen Namen gemacht. Mit dem Junkersdorfer Hof, dem Kartoffelhaus Anno Pomm, dem Lengeling & Bialy sowie dem japanischen Restaurant Strassfeld finden sich dort bereits etablierte Betriebe. 

Die Räume des ehemaligen Grand Culinarius mit gestapelten Stühlen und ausgebauten Tischen.

Noch kann man hier keine Gäste empfangen.

Ab September soll das Fioretto die kulinarische Vielfalt im Kölner Westen um ein weiteres italienisches Angebot ergänzen – mit viel Wein, mediterraner Küche und, wenn es nach Giuseppe Bordonaro geht, einem Hauch Italien mitten in Köln.