Abo

Wie damals bei Moby DickGestrandeter Wal an der Ostsee sorgt für Debatte in NRW

2 min
Buckelwal in der Ostsee

Auch in NRW wird über die Rettungsaktion für den Buckelwal diskutiert.

Ein gestrandeter Wal in der Ostsee löst auch in NRW eine Debatte aus. Der BUND sieht darin eine Chance für den Umweltschutz.

Die Situation des Buckelwals, der vor der Insel Poel in der Ostsee gestrandet ist, löst ebenfalls im weit entfernten Nordrhein-Westfalen Diskussionen aus. Laut Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bewertet Holger Sticht, der Landesvorsitzende des Umweltverbands BUND, die Hilfsmaßnahmen für das Meerestier nicht nur kritisch.

Auf die Frage nach seiner Einschätzung der Hilfsinitiative antwortete Sticht in Düsseldorf, an dem Engagement sei erkennbar, „dass es Wege gibt, Menschen von dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu überzeugen und klarzumachen, dass das von entscheidender Bedeutung ist“. Die Auseinandersetzung um den Buckelwal, dessen Rettung als aussichtslos gilt, verdeutliche für ihn, dass für eine Mehrheit der Bevölkerung der Schutz von Natur und Umwelt weiterhin von großer Wichtigkeit ist.

Kontroverse um ein einzelnes Tier

Sticht gestand ein: „Dass sich das dann abbildet an einem solchen Beispiel, an einem einzigen Individuum, das mag man für kritikwürdig halten“. Er fügte hinzu: „Das liegt aber vielleicht daran, dass es vielen Menschen noch gar nicht klar ist, wie brenzlig unsere Situation ist und welchen Weg sie persönlich dazu finden können, unsere natürlichen Lebensgrundlagen besser zu schützen, als das bisher der Fall war.“

Informationen der dpa zufolge hat für den auf Grund gelaufenen Buckelwal eine von privater Seite organisierte Hilfsaktion begonnen. Seit sich das Meerestier vor Poel befindet, wird eine lebhafte Auseinandersetzung geführt, ob man den entkräfteten Wal bergen oder seinem Schicksal überantworten sollte.

Historischer Fall: „Moby Dick“ im Rhein

Nordrhein-Westfalen kann ebenfalls auf Erfahrungen mit einem vom Kurs abgekommenen Wal zurückblicken – dieser Vorfall ereignete sich allerdings bereits vor 60 Jahren. Ein Beluga von rund vier Metern Länge schwamm 1966 den Rhein stromaufwärts bis in die Nähe von Bonn und wurde Moby Dick getauft. Große Menschenmengen versammelten sich seinerzeit an den Ufern, um einen Blick auf den Gast aus der Arktis zu erhaschen. Schon damals wurden kontroverse Bergungsversuche unternommen. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.