Um das Insektensterben zu erforschen, bittet der Nabu in NRW Bürger, einen Monat lang Schmetterlinge zu zählen.
Jeder Falter zähltNabu ruft zur Aktion „Schmetterlingszeit“ in NRW auf

Der Nabu ruft zum Schmetterlingszählen auf. (Symbolbild)
Copyright: Oliver Berg/dpa
In Nordrhein-Westfalen startet der Naturschutzbund (Nabu) die Kampagne „Schmetterlingszeit“. Laut Mitteilung des Verbands findet die Aktion zum elften Mal statt und soll das Bewusstsein für das Insektensterben schärfen. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, im Zeitraum vom 15. Juni bis 15. Juli Falter zu erfassen und die Ergebnisse bis spätestens 22. Juli einzureichen.
Das Ziel der Kampagne ist die Erhebung von Informationen zur Population der Schmetterlinge. „Empfehlenswert ist es, eine passende Pflanze auszuwählen und alle Schmetterlinge, die sich dort niederlassen, zu erfassen“, erläutert Karl Heinz Jelinek vom Nabu. Die Auswertung der eingegangenen Meldungen soll Aufschluss darüber geben, welche Arten in direkter Nachbarschaft zu Siedlungen noch existieren und mit welcher Frequenz sie beobachtet werden.
Anleitung zur Erfassung
Die Beobachtungen können über einen oder mehrere Tage verteilt stattfinden. Für die Meldung ist pro Tag und Spezies die höchste gleichzeitig beobachtete Anzahl entscheidend. Werden beispielsweise vormittags drei Zitronenfalter und später am Tag vier Exemplare gezählt, so ist die Zahl vier für diesen Tag zu melden. Der Nabu stellt zur Hilfestellung ein Dokument bereit, das mit Abbildungen der verbreitetsten Schmetterlingsarten die Identifikation vereinfachen soll.
Die Zähldaten lassen sich online über die „Webseite des Nabu“ gemeldet werden. Das entsprechende Portal bietet zudem die Zählhilfe an.
Langfristige Beobachtung der Populationen
„Über die Jahre können wir so vielleicht Entwicklungstendenzen der Bestände einzelner Falterarten erkennen. Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen teilnehmen“, so Jelinek. Der Naturschutzbund verfolgt außerdem das Ziel, Menschen anzuregen, auf ihren Balkonen und in Gärten mehr Raum für Biodiversität zu gestalten, was auch den Schmetterlingen zugutekommt. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
