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Ärger über StrafzettelBläck-Fööss-Legende wendet sich an OB und löst Diskussion aus

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Musiker Erry Stoklosa sitzt mit Kaffeetasse bei der Vorstellung des Weihnachtsengel-Programms 2024 im Atelier Anton Fuchs im Kunsthaus Rhenania.

Erry Stoklosa, Gründungsmitglied und langjähriger Sänger der Bläck Fööss, ist sauer, dass er einen Strafzettel bekommen hat.

Bläck-Fööss-Legende Erry Stoklosa ist sauer: Nach dem Mittelrheinpokal-Finale in Köln fand er ein Knöllchen an seinem Auto.

Das packende Finale des Mittelrheinpokals zwischen Viktoria Köln und Fortuna Köln brachte bei den Zuschauern im Sportpark Höhenberg beste Unterhaltung und Spannung bis zum Schluss. Erst im Elfmeterschießen konnte sich die Viktoria durchsetzen. Doch für Erry Stoklosa (78), Gründungsmitglied und langjährigen Sänger der Bläck Fööss, gab es anschließend eine unschöne Überraschung.

An der Windschutzscheibe seines Autos fand Stoklosa einen Strafzettel wegen Falschparkens. Zwar gab er zu, seinen Wagen auf einer nicht als Parkplatz gekennzeichneten Fläche abgestellt zu haben, hoffte aber auf Gnade durch die Stadt. Und wandte sich damit auch direkt an das Kölner Oberhaupt, Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD).

Erry Stoklosa ist sauer über einen Strafzettel

Auf Facebook machte der Musiker seinem Unmut Luft. „Schon die Anreise mit Pkw war wahrhaftig ein Abenteuer, wenn nicht sogar ein Chaos“, schreibt Stoklosa da und fügt süffisant hinzu: „Klar, mit diesem Andrang hatte natürlich niemand gerechnet.“

Dann beschreibt er sein größtes Problem: „Der Sportpark fasst 8300 Zuschauer und ich denke mal, dass nicht mehr als maximal 1000 Parkplätze zur Verfügung stehen. Wo also parken? Nach fast stressigen 50 Minuten war es mir gelungen, irgendwo weit ab vom Stadion auf einem rechten Rasenstreifen, ohne irgendwas oder jemanden zu behindern, mein Fahrzeug abzustellen, und den Weg per Pedes ins Stadion anzutreten.“ Wo genau er parkte, schreibt er nicht. Dafür, dass nach dem Spiel „eine dicke Knolle“ an seiner Scheibe gehangen habe. „Wie schon erwartet.“ Dass er bereits geahnt hatte, dass es ein teures Parkvergnügen werden könnte, änderte nichts an seiner Wut darüber. 

Strafzettel für Bläck-Fööss-Sänger: Er wendet sich an OB Burmester

Damit wandte er sich dann direkt an die Stadt Köln und den OB: „Liebe Stadt Köln. Liebst du dich eigentlich selbst? Kannst du nicht mal zu so einem Anlass, die Fünf gerade sein lassen und für drei Stunden auf das Einsammeln von Bußgeldern verzichten? Unser OB Burmester hat natürlich mit seinem Auto im VIP-Bereich geparkt. Okay, hat er ja auch verdient, aber er hätte die Strafverfolgung für alle Fußballfans der Kölner Vereine an diesem Nachmittag mal aussetzen können.“

Damit setzte der Musiker eine lebhafte Diskussion in Gang. Während die einen seiner Forderung zustimmten („Bei solchen Veranstaltungen wird das Personal aufgestockt. Hauptsache, die Kasse klingelt“, „Es ist bei jedem Heimspiel vom FC das Gleiche“), gab es auch viele, die in den Kommentaren zu dem Posting eine andere Meinung kundtaten. 

So schrieb einer: „Erry, als kölscher Jong mem Auto zum Spill fahre? KVB machts möglich ohne Parkplatzstress und ohne Knolle“, schrieb ein Nutzer. Eine Userin auf Facebook äußerte: „Dass dort kaum Parkplätze sind, ist doch bekannt. Warum nicht mit den Öffis anreisen?“

Tatsächlich weist auch Victoria Köln auf seiner Webseite darauf hin, dass es „in unmittelbarer Umgebung des Stadions nur wenige Parkplätze“ gibt. Fans wird daher geraten, auf öffentliche Parkplätze in der Umgebung auszuweichen. Als Tipp nennt der Verein auch das Parkhaus der Köln Arcaden in Köln, wo man günstig parken könne und mit der KVB-Linie 1 schnell zum Stadion gelange. Tatsächlich liegen zwischen „Kalk Post“ und  „Sportpark Höhenberg“ nur zwei Haltestellen der Linie 1.

Eine Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ bei der Stadt Köln konnte am Pfingstmontag zunächst nicht beantwortet werden. (red)