An der Haltestelle Äußere Kanalstraße drückt Grundwasser gegen die Betonwanne.
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Köln – Ein 20 Meter langer Abschnitt des U-Bahn-Tunnels im Bereich der Haltestelle Äußere Kanalstraße sorgt weiter für Probleme. Techniker der Stadt hatten vor knapp vier Wochen festgestellt, dass sich die Betonwanne, in der die Gleise liegen, um einen Zentimeter nach oben bewegt hatte. Das Grundwasser hatte von unten gegen den Tunnel gedrückt.
Die Mitarbeiter des zuständigen Amts für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau sperrten das Bauwerk daraufhin vorübergehend, um Metallstützen einzubauen. Sie verbinden die Deckenplatte mit der Betonwanne, um diese herunterzudrücken.
„Dabei handelt es sich allerdings nur um ein Provisorium“, sagte ein Sprecher der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) am Mittwoch. Die Stadt lässt die Metallstützen daher in den kommenden Wochen durch 24 Steinsäulen an der Seitenwand des U-Bahn-Tunnels ersetzen. Durch das Gewicht der Deckenplatte soll der Auftrieb des sogenannten Trogbauwerks bei steigendem Grundwasser verringert werden, um die Stadtbahn-Anlagen zu schützen.
Für die Arbeiten, die am kommenden Montag beginnen, muss die KVB den Betrieb auf den Stadtbahnlinien 3 und 4 an insgesamt 24 Tagen nachts einstellen. Bis zum 18. Juni sollen sämtliche Steinsäulen montiert sein.
Techniker haben den U-Bahn-Tunnel provisorisch mit Metallstützen gesichert.
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Gebaut wird jeweils ab 23 Uhr in den Nächten zu Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, nicht jedoch Freitagsnacht und Samstagsnacht und vor den Feiertagen Christi Himmelfahrt (30. Mai) und Pfingstmontag (10. Juni). Von der Sperrung des Tunnels sind die Streckenabschnitte zwischen den Haltestellen Venloer Straße/Gürtel und Görlinger-Zentrum (Linie 3) beziehungsweise Bocklemünd (Linie 4) betroffen.
Die Sperrungen im Detail
Die Linie 3 fährt von Thielenbruch kommend ab 23 Uhr auf ihrem normalen Linienweg bis zur Haltestelle Hans-Böckler-Platz, wechselt auf den Linienweg der Linie 5 bis zur Haltestelle Liebigstraße und dann weiter über die Haltestelle Venloer Straße/Gürtel bis zur Haltestelle Oskar-Jäger-Straße der Linie 13.
Nach der Wendefahrt auf dem Betriebshof West der KVB in Braunsfeld fahren die Bahnen der Linie 3 zurück zur Haltestelle Hans-Böckler-Platz und dann auf dem normalen Linienweg bis nach Thielenbruch. Zwischen den Haltestellen Bocklemünd und Görlinger-Zentrum der Linie 3 wird ein Pendelverkehr eingerichtet, um alle Haltestellen in diesem Bereich erreichen zu können.
Ein Ersatzbus verbindet zudem die Haltestelle Venloer Straße/Gürtel mit dem Siedlungsrand von Mengenich.
Die Bahnen der Linie 4 verkehren in den Baunächten von Schlebusch kommend ab 23 Uhr bis zur Haltestelle Venloer Straße/Gürtel und fahren von dort zurück nach Schlebusch.