Chorweiler Bezirksvertreter sorgen sich vor weiteren Hitzewellen. Sie schlagen Maßnahmen vor, etwa einen kühlen Schutzraum im Bürgerzentrum.
Hitzeschutzmaßnahmen in KölnBürgerzentrum Chorweiler soll kühlen Schutzraum einrichten

Mit dem begehbaren Wasserspiel auf dem Pariser Platz gibt es bereits eine Möglichkeit zur Abkühlung, die vor allem bei Kindern beliebt ist.
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An ihrem Höhepunkt hatte die zurückliegende Hitzewelle auch in Köln Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze gebracht und damit in Erinnerung gerufen, welche Herausforderungen die zunehmenden Extremwetterlagen für Großstädte darstellen. Mit seinem hohen Anteil an Grün und offenem Gelände ist der Bezirk Chorweiler weniger von Überhitzung bedroht als das verdichtete Stadtzentrum. Doch auch im Kölner Norden gibt es Orte wie Chorweiler-Mitte, das wegen seines hohen Versiegelungsgrades in Zukunft zum Hotspot werden könnte.
In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler vor der Sommerpause – die während der Hitzewelle stattfand – hatten die Fraktionen von Grünen, CDU und SPD das Thema daher mit einem gemeinsamen Antrag auf die Tagesordnung gesetzt. „Wir erleben die Entwicklung des Klimas gerade leibhaftig“, sagte etwa Marc Kersten (Grüne), „und sehen darum hier einen akuten Handlungsbedarf“. In ihrem Antrag baten die Bezirksvertreter daher die Verwaltung, eine Reihe von möglichen Hitzeschutzmaßnahmen für den Bezirk zu prüfen, die sich an den Kölner Hitzeaktionsplan anlehnten.
Übersicht kühler Orte für den Bezirk Chorweiler
„Wir schlagen etwa vor, im Bürgerzentrum Chorweiler einen klimatisierten Raum einzurichten, der der Bevölkerung als Hitzeschutzraum zur Verfügung stehen sollte“, sagte Kersten. Dieser Raum solle barrierefrei sein, neben der Klimatisierung solle dort auch die kostenlose Versorgung mit Trinkwasser sichergestellt werden und nach einem Jahr solle eine Evaluation der Nutzung erfolgen.
Weiterhin solle eine Übersicht von „kühlen Orten“ im Bezirk erstellt und in Form von Flyern öffentlich gemacht werden – dafür solle auch das Gespräch mit Gemeinden und Glaubensgemeinschaften gesucht werden, da Kirchen und andere Gebetsräume bei hohen Temperaturen oft deutlich kühler blieben. Das Projekt „Cooling Cologne“, das an Hotspots Abkühlung durch ausgelegte Sprühschläuche bietet, solle auch in den Kölner Norden gebracht werden.
Während die Bezirksvertreter bei ihrem gemeinsamen Antrag, der ohne Änderungen beschlossen wurde, primär die ältere Bevölkerung im Blick hatten, erkundigten sich die Grünen in einer Anfrage zusätzlich, welche Maßnahmen zum Schutz von Schulen, Kindergärten und Spielplätzen vorgesehen seien. „Während viele Erwachsene in klimatisierten Büros oder im Homeoffice arbeiten, sollen unsere Kinder in überhitzten Klassenräumen lernen“, so die Anfrage. Hitzeschutzmaßnahmen, die bei Schulneubauten selbstverständlich sein sollten, würden auch für bereits bestehende Gebäude benötigt.
