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In der Corona-Krise Stadt Köln duldet Hausbesetzung durch Obdachlose

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Vertreter der Stadt erklären, warum sie die Hausbesetzung vorerst dulden werden.

Köln – Die Räumung des seit rund zwei Wochen von rund 30 Obdachlosen besetzten Hauses an der Bonner Straße in Raderthal wird bis auf weiteres ausgesetzt.

Ohne den derzeitigen Bewohnern mit dieser Botschaft eine Aussicht auf dauerhaften Verbleib in dem fünfstöckigen Haus zuzusichern, bestehe aus Sicht des Liegenschaftsamtes aktuell „keine dringende Notwendigkeit einer Räumung mehr“, sagte Sozialdezernent Harald Rau bei einem Besuch vor Ort am Dienstagabend.

Stadt Köln richtet „Übergangsduldung“ ein 

Tags zuvor war die Räumung von der Stadt noch als dringend geboten angesehen worden. Begründung: Gesundheitsgefährdender Schwarzschimmel verunreinige viele der Räume. „Das hat sich als falsch herausgestellt“, sagte Rau. Die Obdachlosen haben in dem Haus die Möglichkeit, in Einzelzimmern zu wohnen, „die Heizung ist zwar abgestellt, aber es gibt Strom und bis auf zwei Etagen auch Wasser in den Duschen“, teilte André, einer der Bewohner dem Sozialamtsleiter sowie Pfarrer Hans Mörtter und den Ratsmitgliedern Marion Heuser (Grüne) und Heiner Kockerbeck (Linke) bei einem Rundgang mit.

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Dafür hatten sie da Gebäude komplett gesäubert und desinfiziert. „Die Bedingungen hier sind nicht schlechter als in den Unterkünften der Stadt, in denen allerdings mehrere Personen Zimmer teilen müssten“, sagte André. Harald Rau sicherte den Obdachlosen zu, sich „für eine Übergangsduldung für die Zeit der Corona-Krise“ einzusetzen, „versprechen kann ich ihnen allerdings nichts“, sagte er.

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Ein Kompromiss, auf den sich alle Beteiligten einigen konnten. Die Bewohner wollen das Gebäude weiter instandsetzen. Rau und die Ratspolitiker Heuser und Kockerbeck kündigten an, auf politischer Ebene Unterstützung dafür, auf den Weg zu bringen – etwa durch das Aufstellen von Müllcontainern.