Polizei gelingt Schlag gegen Drogenhandel und Geldwäsche. Bei Razzien in NRW und Hessen gab es acht Festnahmen.
Schlag gegen DrogenhandelKölner Ermittler zerschlagen Darknet-Ring und decken Geldwäschesystem auf

Die Kriminellen sollen Millionengewinne erzielt haben. (Symbolbild)
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In Nordrhein-Westfalen und Hessen haben hunderte Polizeikräfte und Fahnder einen Großeinsatz gegen den Handel mit Drogen im Darknet sowie gegen Geldwäsche durchgeführt. Im Zuge dessen wurden in den zwei Bundesländern etwa 40 Wohnungen und Gewerbeobjekte durchsucht und acht mutmaßliche Täter in Gewahrsam genommen.
Laut Mitteilung der zuständigen Behörden sicherten die Beamten Bargeld sowie Krypto-Assets mit einem Gesamtwert im sechsstelligen Bereich. Darüber hinaus fanden sie zwei Schusswaffen und einige Kilogramm Betäubungsmittel.
Handel mit Betäubungsmitteln in Millionenhöhe
Es wird vermutet, dass Angehörige der Bande seit wenigstens Juli 2020 weltweit auf Handelsplätzen im Darknet Rauschgifte wie Ecstasy-Tabletten, Haschisch, Kokain und Medikamente veräußert haben. Bei dem Darknet handelt es sich um einen Bereich des Internets, der für reguläre Suchmaschinen unsichtbar ist und dessen Zugang spezielle Programme erfordert.
Auf diese Weise sollen sie digitale Währungen im Wert von etlichen Millionen Euro erwirtschaftet und mithilfe krimineller Strukturen in Bargeld gewechselt haben.
Geldwäsche-Aktivitäten über Gastronomie und Kosmetiksalons
Neun Personen mit vietnamesischer Staatsbürgerschaft wird der Betrieb eines Geldwäschenetzwerks vorgeworfen; vier von ihnen wurden während der Razzia inhaftiert. Den Fahndern zufolge diente die Struktur als eine Form von Untergrund-Bankensystem, das den Tausch von Krypto-Vermögen in Bargeld und die Abwicklung von Finanztransaktionen zwischen Deutschland und Vietnam ermöglichte.
Die Behörden gaben an, dass die Barmittel von in Deutschland lebenden Vietnamesen kamen, welche Nagelstudios oder Gaststätten führen oder dort ohne Genehmigung beschäftigt waren. Belegbar seien seit November 2025 auf diesem Weg über sieben Millionen Euro an Bargeld zusammengekommen. Innerhalb dieses Zeitraums sollen mehr als 100 Millionen Euro über die digitalen Geldbörsen der Hauptverdächtigen transferiert worden sein.
Ermittlungsleitung bei der Staatsanwaltschaft Köln
Die Leitung der Untersuchungen in Deutschland obliegt der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW), welche der Staatsanwaltschaft Köln zugeordnet ist. An dem Einsatz wirkten über 400 Kräfte von Bundespolizei, Zoll, Landespolizei, Bundeskriminalamt und dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen mit. (dpa/red)
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