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Postbank in KölnLetzte verbliebene Filiale in Ehrenfeld schließt

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Ein  Mann geht auf den Eingang einer Postbank-Filiale zu, die eine große Fensterfront hat.

Die Postbank-Filiale hinter dem Barthonia-Forum schließt im ersten Quartal 2026.

Die Tage der großen Postbank-Filiale am Barthonia-Forum in Ehrenfeld sind gezählt. Anfang 2026 werden sich hier die Türen zum letzten Mal schließen. 

Den Postbank-Kunden liegt die Nachricht schon schriftlich vor: Im Laufe des ersten Quartals 2026, der konkrete Termin liegt noch nicht fest, schließt die Postbank-Filiale Venloer Straße 231b. Das betrifft aber nicht nur Postbank-Kunden, denn in der Filiale hinter dem Barthonia-Forum bietet die Postbank als Partnerin der Deutschen Post/DHL derzeit noch Post- und Paketdienstleistungen an. Hier können an zwei, manchmal drei Schaltern etwa Briefe und Pakete aufgegeben und abgeholt oder Einschreiben in Auftrag gegeben werden. Das macht die Filiale derzeit zur gefühlten Hauptpost des Stadtteils.

Doch damit ist bald Schluss, auch sämtliche SB-Geräte werden entfernt, demnächst kann man dort nicht einmal mehr eine Briefmarke ziehen. Ein Sprecher der Postbank teilte aber mit, die Deutsche Post werde rechtzeitig „eine Partnerfiliale in der Nähe zur Verfügung stellen“, in der Regel handele es sich dabei um „ein Geschäft des lokalen Einzelhandels.“ Die Kunden würden vorab rechtzeitig durch Aushänge in der Filiale sowie Handzettel über alle weiteren Details informiert. Entsprechende Mitteilungen sollen auch an die Medien gehen.

Stationäre Angebote seien bei den Kunden nicht mehr gefragt

Auf die Frage nach den Gründen für die Schließung der Filiale nennt der Postbank-Sprecher vor allem das veränderte „Kundenverhalten“. Die fortschreitende Digitalisierung führe dazu, dass zunehmend Mobile- und Online-Angebote genutzt werden, „und zwar über alle Altersgruppen hinweg“. Das gelte sowohl für das klassische Online-Banking als auch beispielsweise für die Vergabe von Krediten oder das Gespräch mit Kundenberatern. Die „stationären Angebote in den Filialen“ würden zwangsläufig weniger stark nachgefragt.

Aufgrund dieser Entwicklung werde sich die Postbank mittelfristig zu einer „Mobile-First“-Bank entwickeln. Das heißt, dass sie ihren Kunden alle Produkte und Services künftig vor allem über Mobiltelefon und Tablet anbietet, das Filialnetz werde „gestrafft“. Nach der Schließung der Filiale an der Venloer Straße, so der Sprecher der Postbank, hätten die Kunden verschiedene Möglichkeiten, die Angebote der Postbank zu nutzen, ob es um die persönliche Beratung oder die täglichen Bankgeschäfte gehe. Die nächstgelegene Filiale mit einem vergleichbaren Service-Angebot - also mit SB-Bereich, persönlicher Beratung, Postdienstleistungen und der Möglichkeit für Ein- und Auszahlungen am Schalter - befinde sich in der Innenstadt, Breite Straße 6-26. Also in den WDR-Arkaden gleich an der Nord-Süd-Fahrt.

Bargeld im Supermarkt abheben

Neben den Filialen stehe den Kunden das neue Regionale Center für die Beratung per Video und Telefon zur Verfügung. Geschulte Berater böten „das ge­sam­te Pro­dukt­port­fo­lio der Postbank an, von der Geld­an­la­ge über die Vor­sor­ge bis hin zu Pri­vat­kre­di­ten.“ Wenn es nur um eine kostenlose Bargeldversorgung gehe, kooperiere die Postbank mit dem Einzelhandel in der direkten Umgebung. So könnten Beträge bis zu 999 Euro in den dm-Drogeriemärkten Venloer Straße 247 und 310, den Rewe-Märkten Vogelsanger Straße 16, Venloer Straße 287 und 310-312, bei Rossmann, Venloer Straße 308 sowie bei Penny, Ehrenfeldgürtel 95 abgehoben werden. Aldi in der Venloer Straße 41 und netto, Vogelsanger Straße 202 bieten Postbank-Kunden immerhin einen „Cashback-Bargeldservice“ an: Beim bargeldlosen Einkauf „mit Karte“ können sie dort bis zu 200 Euro abheben.


Informationen zum Bargeld-Code findet man unter www.postbank.de/bargeld-code. Unter www.postbank.de/geldautomaten ist eine Karte zu finden, auf der alle beteiligten Geschäfte gekennzeichnet sind. Das Regionale Center für die Beratung per Video und Telefon erreicht man online unter www.postbank.de/beratungscenter, und telefonisch unter 0202 / 390 1870 (montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags von 9 bis 15 Uhr).