Die neue Gesamtschule in Ossendorf geht nach den Sommerferien an den Start. Um den Schulweg sicher zu machen, muss aber noch Einiges passieren.
Gesamtschule OssendorfVor dem Start im Sommer fehlt noch ein sicherer Schulweg

Ganz schön eng kann es auf dem Rad- und Fußweg vor dem Bahnübergang werden, wenn der Andrang erst einmal größer wird.
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Die Zeit drängt: Nach den Schulferien sollen die Gebäude der neuen Gesamtschule an der Fitzmauricestraße bezogen werden. Sie sind für rund 1250 Schüler ausgelegt. Auch wenn diese Zahl erst nach einigen Jahren erreicht wird und mithin der ganz große Andrang von Kindern und Jugendlichen, die zu Fuß oder per Rad zur Schule kommen, am 1. September noch nicht einsetzen wird, sollte der Schulweg doch für all jene Schüler sicher sein, die die Ossendorfer Schule schon ab dem Herbst besuchen.
Das sieht man natürlich auch beim Amt für Straßen und Radwegebau so, deshalb soll auf die Schnelle eine Querungsmöglichkeit in Form einer Mittelinsel ohne Zebrastreifen über die Hugo-Eckener-Straße geschaffen werden. Denn an der viel befahrenen Straße, unweit der Kreuzung mit der Fitzmauricestraße, die durch eine Ampel reguliert wird, befindet sich künftig der Hauptzugang zum Schulgelände für Radfahrer und Fußgänger.
Überweg in Köln-Ossendorf soll barrierefrei werden
Der Überweg soll barrierefrei ausgestaltet werden, also auch geh- oder sehbehinderten Personen Schutz bieten. Die Gesamtkosten schätzt die Verwaltung auf knapp 230.000 Euro, noch im zweiten Quartal soll mit vorbereitenden Arbeiten begonnen werden. Die eigentlichen Arbeiten folgen im vierten Quartal, also frühestens ab Oktober, und werden etwa drei Monate dauern. Weil die Schule schon im September startet, stellte die Verwaltung für ihre Pläne einen Dringlichkeitsantrag, was die Ehrenfelder Bezirksvertreter befürworteten.

Vor dem Rechtsabbieger soll künftig eine Mittelinsel über die Hugo-Eckener-Straße zur neuen Gesamtschule führen.
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Doch die Einrichtung einer Mittelinsel reicht nach Ansicht der Bezirksvertreter nicht aus. Auf Antrag der Grünen-Fraktion beschlossen sie eine Reihe von Maßnahmen, die bis zur Inbetriebnahme der Gesamtschule Ossendorf im Sommer umgesetzt werden sollen. So sei bereits in einem Verkehrsgutachten empfohlen worden, „im Umfeld der neuen Gesamtschule Ossendorf, insbesondere entlang der Hugo-Eckener-Straße, großräumig eine Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 anzuordnen“, heißt es in dem Antrag.
Tempo 30 soll auf der Rochusstraße gelten
Esther Kings, Fraktionsvorsitzende der Grünen, erinnerte auch daran, dass die Bezirksvertretung (BV) schon vor zwei Jahren Tempo 30 für die Rochusstraße beschlossen hatte, die eine große Zahl von Schülern vermutlich als Schulweg nutzen wird. Dieser Beschluss sei noch nicht umgesetzt worden, was nun nachgeholt werden sollte. Die Einhaltung der Tempo-30-Regelungen müssten durch regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen überprüft werden.
Sogar sieben Jahre alt ist ein Antrag, mit dem die BV Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr entlang der Butzweilerstraße anstrebt, die künftig ebenfalls verstärkt als Schulweg infrage kommt. Zwar verfüge die Butzweilerstraße zwischen Äußerer Kanalstraße und dem Bahnübergang der HGK, kurz vor dem Beginn der Hugo-Eckener-Straße, über einen benutzungspflichtigen Geh- und Radweg. Der sei für Zweirichtungsverkehr gedacht, aber in Teilen lediglich zwei Meter breit. Das reiche nicht aus, und entspreche „nicht annähernd den Richtlinien und Empfehlungen zur Anlage von Radverkehrsanlagen“, so Kings.
Zu gefährlichen Situationen könne es vor allem am Bahnübergang der HGK kommen, wo ein Drängelgitter den Rad- und Fußverkehr bremsen soll. Vor allem wegen ihrer Enge sei diese Stelle für Verkehrsteilnehmer, die mit dem Rad, Lastenrad, mit Kinderanhängern oder Rollstühlen unterwegs sind, nur mit Mühe oder gar nicht zu passieren. Zu befürchten sei, dass etwa ungeduldige Schüler auf die Straße ausweichen und sich damit erheblichen Gefahren aussetzen könnten.
Die Bezirksvertreter unterstützten den Grünen-Antrag zur Verbesserung der Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr einstimmig, lediglich ein AfD-Vertreter enthielt sich der Stimme.