Auch in München, Hamburg und Berlin wird am Samstag für erneuerbare Energien demonstriert. Kardinal Woelki unterstützt das Anliegen.
„Energiewende verteidigen“Klimademo zieht am Samstag durch Köln – Woelki ruft zur Teilnahme auf

Teilnehmer einer KIimademo in Köln. Um den Erhalt und Ausbau der erneuerbaren Energien geht es bei einer Protestveranstaltung am Samstag. (Archivbild)
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Mehrere Umwelt‑ und Klimaschutzorganisationen, darunter „Fridays for Future“ und WWF, rufen für Samstag (18. April) zu einer Großdemonstration in Köln auf. Unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen“ wollen sie gegen geplante Gesetzesänderungen der Bundesregierung protestieren, die aus ihrer Sicht den Ausbau von Wind- und Solarenergie ausbremsen würden.
Der Protest beginnt um 12 Uhr auf dem Heumarkt, zieht dann durch die Innenstadt, unter anderem über die Komödienstraße, und endet um 15 Uhr wieder auf dem Heumarkt.
Demonstranten fordern saubere Energieversorgung
Die Veranstalter kritisieren insbesondere Pläne für ein sogenanntes Netzpaket sowie ein neues Erneuerbare‑Energien- und Gebäude‑Modernisierungs-Gesetz. Diese Reformen könnten, so ihre Befürchtung, Investitionen in Photovoltaik und andere Energieprojekte unattraktiver machen und Bürgerenergievorhaben behindern.
Hintergrund der Kritik ist unter anderem die energiepolitische Linie von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Organisationen aus dem Umweltbereich werfen ihr vor, fossile Energieträger wie Öl und Gas zu bevorzugen und damit die Energiewende auszubremsen. Die Initiatoren verweisen auf geopolitische Krisen und steigende Energiepreise, die ihrer Ansicht nach die Abhängigkeit von fossilen Energien problematisch machten.
Die Demonstration in Köln ist Teil eines bundesweiten Aktionstages mit weiteren Kundgebungen in Berlin, Hamburg und München. Ziel sei es, ein Zeichen für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien und für eine „saubere und sichere Energieversorgung“ zu setzen, wie die Organisatoren betonen.
Kölner Kardinal Woelki unterstützt Demonstration
Unterstützt werden die Klimademonstranten vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, der Christen zur Teilnahme aufruft. „Als Katholische Kirche tragen wir Verantwortung für das Geschenk der Schöpfung“, sagte der Kardinal am Freitag. „Dazu gehört auch ein planmäßiger und gerechter Ausstieg aus den fossilen Energien, die den Klimawandel mit seinen zum Teil lebensbedrohlichen Folgen weiter antreiben.“
Auf dem Heumarkt will auch Katharina Dröge sprechen, Bundestagsabgeordnete der Kölner Grünen. In Teilen zeitgleich, ab 14 Uhr, findet am Samstag auf dem Roncalliplatz eine Iran-Demo statt, zu der rund 1500 Menschen erwartet werden. (red, kna)
