Welche ESC-Teilnehmerin sie bewunderte, wie sie zum Wettbewerb kam und was Sarah Engels über „Moulin Rouge“ sagt.
Vor deutschem Vorentscheid„Es wäre eine Ehre“ – Wie Sarah Engels es zum ESC nach Wien schaffen will

Sarah Engels will am Samstag in Berlin mit ihrem Song „Fire“ das Ticket zum ESC nach Wien lösen.
Copyright: ARD/SWR/Claudius Pflug
Zweieinhalb Monate sind noch lange hin, aber die Tage um den 16. Mai würde Sarah Engels dennoch liebend gern schon jetzt im Kalender blocken. An diesem Tag findet in Wien der Eurovision Song Contest (ESC) statt, am Samstag dieser Woche entscheidet sich in Berlin, wer für Deutschland hinfahren darf. Engels, die die öffentliche Bühne erstmals 2011 bei der damals noch sehr großen Dieter-Bohlen-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ betrat, tritt mit ihrem Song „Fire“ an.
Sarah Engels: „Es wäre eine Ehre, für Deutschland antreten zu dürfen“
Sie betrachtet das Ganze, so klingt es im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, eher olympisch. „Natürlich wünscht man sich zu gewinnen – es wäre eine rieeeesengroße Ehre, für Deutschland antreten zu dürfen. Aber in erster Linie möchte ich diesen Moment wirklich genießen“, so Engels. „Wenn es mir gelingt, die Energie und die Kraft von ‚Fire‘ spürbar zu machen, dann habe ich für mich schon ganz viel erreicht.“
Wer nach Wien darf, wird nicht ohne Umwege vom Publikum gekürt – zunächst gilt es, eine Jury zu überzeugen. Das Gremium besteht laut SWR (nach Jahrzehnten ist nicht mehr der NDR zuständig) aus 20 Expertinnen und Experten aus 20 ESC-Teilnehmerländern, die die neun Acts auf drei reduzieren. Danach entscheidet allein das Publikum, wem es aus dem verbliebenen Trio die ESC-Mission zutraut.
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Engels, so erzählt sie es im Gespräch, hat sich ganz regulär um die Teilnahme beworben. „Als wir ‚Fire‘ geschrieben haben, wussten wir einfach sofort, ‚das wäre ein perfekter ESC-Song‘.“ Die finale Nachricht, dass sie antreten darf, kam dann Ende 2025. „Für mich hätte das Jahr nicht schöner enden können“, so die junge Frau.
Präsenz, Energie, Entschlossenheit
Fragt man Engels nach ihren liebsten ESC-Songs, kommt die Antwort schnell. Zwar gebe es einige tolle Songs, aber eine Performance, die sie bis heute besonders begeistere, sei die schwedische Künstlerin Loreen mit „Euphoria“ gewesen. Die gewann den Gesangswettbewerb 2012 in Baku, und Sarah Engels ist Fan. Warum? „Eine Frau, ganz allein auf dieser riesigen Bühne, ohne große Effekte oder Tänzer – und trotzdem füllt sie den gesamten Raum nur mit ihrer Präsenz, ihrer Energie und ihrer Entschlossenheit“, sagt die 33-Jährige bewundernd.
Neun Acts gehen ins Rennen um das Ticket nach Wien. Engels ist die bekannteste der Teilnehmenden – neben ihr kämpfen Malou Lovis (26) und Molly Sue (25), außerdem Sängerin Laura Nahr (25), der Deutsch-Amerikaner Myle (25), Songwriter Bela (23) und der Liechtensteiner Musiker wavvyboi (27). Auch das Duo Ragazzki und die Gruppe Dreamboys The Band möchten zum ESC.
Sollte Engels das Rennen machen und Deutschland beim ESC vertreten, dürfte es nicht nur im Vorfeld, sondern auch im Nachgang anstrengend werden. Denn am 20. Mai, nur vier Tage nach dem Finale in Wien, hat die Kölnerin wieder ein Engagement in ihrer rheinischen Heimat: Sie kehrt als Satine auf die Kölner Musicalbühne von „Moulin Rouge“ zurück. Im vergangenen Jahr war sie dafür überraschend verpflichtet worden – ohne Musical-Vorerfahrung. „Ich bin unglaublich glücklich und dankbar, noch einmal für 24 Shows zurückkehren zu dürfen – das bedeutet mir wirklich viel“, sagt Engels im KStA-Gespräch. Moulin Rouge sei eine der tollsten Erfahrungen gewesen, die sie bisher habe machen dürfen, „aber jetzt liegt mein Fokus erst mal auf dem ESC und der Show am Samstag.“
Samstag, 28. Februar, 20.15 Uhr, Das Erste
