Auf Postkarten und Bildschirmen werben Donum Vitae NRW und die Höhner vor Karneval für Umsicht unter Jugendlichen.
„Pass op, pass op!“Postkarten klären über Gefahr von K.o.-Tropfen auf

Gerade zur Karnevalszeit, so Donum Vitae, steigt das Risiko, k.o.-Tropfen ins Glas zu bekommen (Symbolbild)
Copyright: Robert Michael/dpa
Mit einer vierwöchigen Postkartenaktion unter dem Slogan „Pass op, pass op!“ in Köln will Donum Vitae NRW gezielt über die Gefahr von K.o.-Tropfen speziell in der Karnevalszeit aufklären. In Kneipen, Cafés, Kinos und an Veranstaltungsorten liegen die Postkarten ab dem 15. Januar zur Mitnahme aus. Ziel ist es, über diese Karten praktische Hinweise dazu zu geben, was im Ernstfall zu tun ist.
Prävention sexueller Gewalt
Die Arbeit von Donum Vitae umfasst die Themen Schwangerschaft, Geburt und Konfliktberatung, aber auch Verhütung und sexuelle Bildung im schulischen und im außerschulischen Bereich. Letztere soll Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene altersgerecht mit Informationen und Kompetenzen ausstatten – dazu gehört auch die Prävention sexualisierter Gewalt durch K.o.-Tropfen. Gerade während der Karnevalszeit, wenn ausgelassen gefeiert wird, steige das Risiko, die Tropfen verabreicht zu bekommen, so Donum Vitae. Die Kampagne will Aufmerksamkeit schaffen und für die Gefahr sensibilisieren.
Ab dem 29. Januar startet zusätzlich eine zweiwöchige Kampagne auf Bildschirmen in verschiedenen Kölner Gastronomiebetrieben. Einige Tage später wird diese auch in vier Fitnessstudios gezeigt. Ziel ist, möglichst viele junge Menschen dort zu erreichen, wo sie sich bewegen.
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Das Logo der Kampagne
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Unterstützt wird die Aktion von den Höhnern. Die Idee, die Band einzubinden, kam wegen des Songs „Prinzessin“ auf, mit dem die Höhner in der Session 2022/2023 erfolgreich waren. „Der Refrain ‚Pass op, pass op…‘ passt perfekt zu unserer Botschaft und steht sinnbildlich für ein respektvolles Miteinander im Karneval. Wir freuen uns besonders, dass uns die Höhner nun bereits im zweiten Jahr bei diesem wichtigen Thema engagiert unterstützen“, so Donum Vitae in einer Mitteilung. Auch „wir helfen“, eine Aktion des „Kölner Stadt-Anzeiger“ für Kinder und Jugendliche in Not, unterstützt die Aufklärungskampagne.
Farblos und geschmacklos
K.o.-Tropfen schmeckt, sieht und riecht man nicht – das macht sie so gefährlich. Einige Betroffene berichten von einem leicht seifigen Geschmack, schöpfen dabei aber keinen Verdacht, bis die Tropfen ihren Effekt entfalteten. Das geht meist recht schnell: Etwa zehn bis 20 Minuten nach der Einnahme sind die Opfer meist euphorisiert und fühlen sich gut. Es folgen Übelkeit, Schwindel und eine plötzlich auftretende, bleierne Müdigkeit. In der Regel werden Betroffene dann benommen und willenlos – und damit manipulierbar.
Weil K.o.-Tropfen auch eine enthemmende Wirkung haben, kann es zu untypischen Reaktionen und Handlungen kommen. Die Wirkzeit der Tropfen beträgt mehrere Stunden, anschließend schlafen die Betroffenen und wachen mehrheitlich auf, ohne sich an etwas erinnern zu können. Wie viele Menschen pro Jahr auf diese Weise außer Gefecht gesetzt werden, ist nicht bekannt. Es gibt keine gesicherten Zahlen, da sie maximal zwölf Stunden im Urin oder Blut nachweisbar sind. (red)

