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Malheur im Kölner KarnevalStraßenmusiker „Stadtgeklimper“ hinterlässt unfreiwillig Scherbenhaufen

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Der Musiker spielt auf einem Klavier auf der Straße, umringt von verkleideten Personen.

Thelonious Herrmann, bekannt als Stadtgeklimper, bei einem Auftritt am 11.11.2025.

Ein Missgeschick mit Kölsch ist Kölns bekanntestem Straßenmusiker unterlaufen. „Stadtgeklimper“ war mit einer gewagten Fracht unterwegs.

Ein Stapel aus vier Kölsch-Kästen und einem Hocker wurde Thelonious Herrmann zum Verhängnis. Der Musiker, der als „Stadtgeklimper“ bekannt ist, verursachte damit einen großen Scherbenhaufen.

Er hatte die Kisten zusammen mit seinem Klavier auf einem Fahrradanhänger transportiert und war damit in der Stadt unterwegs. Auf den Straßen von Köln erwies sich dies als riskantes Vorhaben. Nach einem kurzen Schwanken fielen drei der Kästen herunter und zahlreiche Flaschen zerbrachen auf der Straße.

Musiker „Stadtgeklimper“ passiert Missgeschick mit Kölsch

„Neiiiiiin! Ich bin so ein Kind. Ich bin so blöd!“, ist der fluchende Musiker in dem Video zu hören, das er selbst aufnahm. Zu dem Clip, den er an Rosenmontag auf seinem Instagram-Profil veröffentlichte, schrieb er: „Das Schlimmste, was einem an Karneval passieren kann“.

Einige Passanten und Passantinnen, die zufällig in der Nähe waren, eilten ihm umgehend zur Hilfe. Gemeinsam sammelten sie die Scherben sowie die unversehrten Kölsch-Flaschen aus der Bierlache auf. Den Helfern und Helferinnen bot er an: „Zur Belohnung könnt ihr euch auf jeden Fall alle ein Bier mitnehmen“. Er fügte hinzu: „Herzlichen Dank euch allen.“

Der Musiker schien sich jedoch kaum beruhigen zu können und schimpfte er weiter. Die Anteilnahme in den sozialen Medien war groß. Sein Video erhielt rasch über 2500 Likes, wurde beinahe 170 Mal kommentiert und fast 1000 Mal geteilt.

Stadtgeklimper gilt als Kölns wohl bekanntester Straßenmusiker. Bereits im Alter von 16 Jahren zog er mit seinem Klavier durch die Südstadt von Köln. Mittlerweile hat er Auftritte im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion und in der Philharmonie absolviert.

Offenbar war der Musiker auf dem Weg zu einem spontanen Karnevals-Konzert, als ihm das Missgeschick mit dem Kölsch unterlief. Dieses musste anschließend jedoch mit einer geringeren Getränkeversorgung stattfinden. (red)