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Kent Coda ist zurückGefeierte Kölner Band vor Comeback im Artheater

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Die Musiker von Kent Coda im Backstagebereich des "Beben" bei einem Gastauftritt in Mainz.

Drei Jahre nach der Trennung: Die Kölner Band Kent Coda meldet sich mit einem Konzert im Artheater zurück.

Ein Ausstellungsstück im Kölnischen Stadtmuseum hat für einen Impuls in Kölns Musikszene gesorgt, für den nicht nur die Fans der Band Kent Coda dankbar sein müssen. Als das Museum im März 2004 entschied, die alte Koffer-Bassdrum der Band in die Ausstellung im Übergangsquartier aufzunehmen, seien sie ins Grübeln gekommen, sagen Ögünç Kardelen und Christoph Guschelbauer. „Das war eine große Ehre und hat uns in Erinnerung gerufen, was wir erreicht haben und was uns diese Band bedeutet.“

Kent Coda hatte sich 2022 aufgelöst, nachdem das Abschiedskonzert wegen Corona zweimal verschoben worden war. Seitdem habe ihnen doch etwas gefehlt, meinen die beiden Musiker. Nun kommen Kent Coda zurück: Am Freitag, 20. März spielen sie wieder da, wo sie sich 2022 verabschiedet hatten – im Artheater in Ehrenfeld.

„Ein Zückerchen für die alten Fans und ein Spaß für uns“, soll das Konzert werden. Wie der Koffer im Museum sei die Band „ein Museumsstück“, das man ab und zu besuchen kann. „Aber wir schließen diesmal nichts aus. Vielleicht machen wir ja den nächsten Karnevalshit.“ Auch in diesem Genre waren Kent Coda Pioniere. Zusammen mit Kasalla besangen sie auf Kölsch und Türkisch das Süppchen, das man zusammen zum Abschluss einer durchfeierten Nacht in der Weidengasse isst.

„Die Welt braucht gerade sehr viel Liebe“

Kent Coda stand und steht für eine weltmusikalische Verbindung von anatolischem Folk und moderner Popmusik. Der gelernte Opernsänger Kardelen erzählt zu akustischer Gitarre, Bass und einer orientalischen Trommel Geschichten auf Türkisch und besingt die Freiheit und die Liebe. Damit soll es nun weitergehen – ohne den Erfolgsdruck, dem sich das Trio einst selbst ausgesetzt hatte. Ihnen hätten ihre Lieder gefehlt, die sie „so gerne zu dritt spielen“, außerdem die „fröhlichen Gesichter bei den Konzerten und dieses erhebende Gefühl, wenn das Publikum bei „Ah! Bu güzel hayat“ („Ah, dieses schöne Leben“) mitsingt. Das wollten wir einfach noch einmal erleben – diesmal aber mit dem Unterschied, dass wir es ohne Druck machen“, so Guschelbauer.

Auf die Frage, warum Köln und die Welt „Kent Coda“ brauchen, sagt Kardelen: „Wir wissen nicht, ob die Welt uns unbedingt braucht. Die Welt braucht gerade sehr viel Liebe – und wir denken, wir können das bei unseren Konzerten selbst gut gebrauchen und auch etwas davon zurückgeben. Und ganz nebenbei machen wir immer noch gute Musik.“

Beim Konzert im Artheater ist die Kölner Musikerin Güldeste dabei, die bei der Verbindung verschiedener Genres und Musikstile noch weitergeht als Kent Coda. Die Sängerin und studierte Geigerin verbindet Folk und Pop mit elektronischer Musik und Clubsounds. Tickets kosten im Vorverkauf 20 Euro plus Gebühren.

rausgegangen.de/events/kentcoda-artheater2026/