Der Kölner Hilfsverein benötigt Werkzeug aller Art für die Ukraine. Abgegeben werden kann es in Raderthal.
Spendenaufruf in KölnBlau-Gelbes Kreuz benötigt dringend Werkzeug für die Ukraine

Feier des ukrainischen Unabhängigkeitstags am 24. August in Köln
Copyright: Alexander Schwaiger
Das Blau-Gelbe Kreuz bittet die Kölnerinnen und Kölner um spezielle Sachspenden: Es wird dringend Werkzeug benötigt. Gefragt sind in der Ukraine Schaufeln, Spaten, Bohrmaschinen und weitere Geräte aller Art. Diese werden für Instandsetzungsarbeiten in dem von Russland massiv angegriffenen Land benötigt.
Angesprochen sind Privatleute, aber natürlich freut sich der Hilfsverein auch über Spenden in größerer Stückzahl. Das Werkzeug kann von Montag bis Sonntag, 10 bis 20 Uhr, im Spendenlager des Vereins in der Marktstraße 27 in Köln-Raderberg abgegeben werden.
Nach wie vor werden Sach- und Geldspenden für die notleidende Bevölkerung gebraucht, denn Russland überzieht Orte in der gesamten Ukraine mit Drohnen und Raketen. Infrastruktur wird laufend zerstört, die Stromversorgung ist häufig unterbrochen. Dies erfüllt viele Menschen besonders im Hinblick auf den bevorstehenden Herbst und Winter mit großer Sorge. Das Blau-Gelbe Kreuz liefert laufend Generatoren in die Ukraine, um Krankenhäuser, Notunterkünfte, Wohnblöcke, Schulen und Kindergärten zu unterstützen.
Willkommen sind auch Einzelspenden wie Kleidung, Decken oder Campingausrüstung. Genauere Informationen gibt es auf der Website des Blau-Gelben Kreuzes.
Blau-Gelbes Kreuz schickt Krankenwagen in die Ukraine
Der Verein Blau-Gelbes Kreuz (BGK) ist einer der größten Hilfsvereine für die Ukraine in Deutschland. Nach eigenen Angaben wurden in den vergangenen fast viereinhalb Jahren Geld- und Sachspenden im Wert von 50 Millionen Euro gesammelt. Immer wieder organisiert das BGK auch Konvois in die Ukraine mit dringend benötigten Krankenwagen und anderen Hilfsfahrzeugen.
Kürzlich startete ein Konvoi mit dem 1000. Rettungswagen von Düsseldorf aus. Zielort war ein Krankenhaus in der täglich unter Beschuss stehenden Stadt Sumy nahe der russischen Grenze. Linda Mai, Chefin der Hilfsorganisation und Honorarkonsulin der Ukraine, erklärte, auch die Hilfsfahrzeuge seien Ziele von Drohnenangriffen. Besonders in frontnahe Gebiete müssten laufend Fahrzeuge nachgeliefert werden.
Immer wieder organisiert das BGK auch Veranstaltungen in Köln, um auf das Leid der Bevölkerung in dem von Russland attackierten Land aufmerksam zu machen. So wurde zum 35. Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit am 24. August eine Menschenkette am Dom gebildet, zu Gast war auch NRW-Vizeministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne). (cme)

