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BildungKöln investiert Millionen in Schulen – Diese wachsen, diese sollen verkleinert werden

Während die KGS Zugweg verkleinert wird und das Gymnasium Neue Sandkaul vorerst dreizügig bleibt, soll die GGS Manderscheider Platz wachsen.

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Umbauarbeiten an der Grundschule Manderscheider Platz - ein Bild aus dem vergangenem Jahr.er

Umbauarbeiten an der Grundschule Manderscheider Platz, das Bild stammt aus dem vergangenen Jahr.

Der Kölner Stadtrat hat Änderungen an vier Schulen beschlossen. Während zwei Schulen vorerst weniger Eingangsklassen aufnehmen sollen, wird eine Grundschule erweitert. Zudem investiert die Stadt Millionen in die Sanierung und den Umbau eines Gymnasiums in Chorweiler.

KGS Zugweg wird zweizügig

Katholische Grundschule Zugweg: Die Katholische Grundschule Zugweg in der Kölner Südstadt soll ab dem Schuljahr 2027/28 von drei auf zwei Klassen pro Jahrgang verkleinert werden. Das hat der Rat der Stadt Köln am 8. Oktober beschlossen. Die Verwaltung begründet den Schritt mit sinkenden Schülerzahlen in Altstadt-Süd und Neustadt-Süd. Bis 2035 werden dort durchschnittlich rund 283 Schulanfänger pro Jahr erwartet. Insgesamt gebe es in der Region aber genügend Grundschulplätze. Die Bezirksregierung muss der Reduzierung noch zustimmen; die Stadt will die sofortige Vollziehung beantragen.

Die Schulkonferenz hatte der Änderung bereits im Juni zugestimmt, zugleich aber vor einer anderweitigen Nutzung freiwerdender Räume gewarnt. Die KGS Zugweg ist eine zertifizierte Europaschule mit bilingualem Unterricht in Italienisch. Die Räume werden zudem für die offene Ganztagsbetreuung und den herkunftssprachlichen Unterricht benötigt. Nach Angaben der Stadt sind sämtliche Flächen für den Schulbetrieb erforderlich.

13,4 Millionen Euro für das Heinrich-Mann-Gymnasium

Heinrich-Mann-Gymnasium: Das Heinrich-Mann-Gymnasium in Chorweiler soll für insgesamt rund 13,4 Millionen Euro saniert und umgebaut werden. Der Rat bewilligte am 8. Oktober rund 7,2 Millionen Euro für neue Fenster, Türen und Sonnenschutzanlagen sowie die Erneuerung der Fassade. Die Arbeiten sollen 2029 beginnen. Dabei wird auch die asbesthaltige Fassade ersetzt und die Gebäudehülle besser gedämmt. Das soll die Energiebilanz verbessern.

Weitere rund 6,2 Millionen Euro sind für den Umbau bisheriger naturwissenschaftlicher Fachräume vorgesehen. Da für diesen Unterricht ein Ersatzneubau entsteht, können anschließend rund 1200 Quadratmeter im Bestandsgebäude zu Klassenräumen, einer offenen Lernlandschaft und einem Lehrerzimmer umgebaut werden. Ein begrünter Innenhof soll Tageslicht und Frischluft in bislang teilweise innenliegende Räume bringen. Der Ersatzneubau soll voraussichtlich im Dezember 2027 fertig sein. Die neuen Flächen sollen auch während der Fassadensanierung als Ausweichräume dienen. Die Stadt will damit den Mangel an Gymnasialplätzen in Chorweiler verringern.

Grundschule Manderscheider Platz wird erweitert

Gemeinschaftsgrundschule Manderscheider Platz: Die Gemeinschaftsgrundschule Manderscheider Platz in Sülz soll zum Schuljahr 2027/28 von drei auf vier Züge wachsen. Voraussetzung ist die geplante Fertigstellung eines Erweiterungsbaus an der Kyllburgstraße im Jahr 2027. Dort entstehen vier Klassenräume, Betreuungs- und Mehrzweckräume sowie eine Küche mit Mensa. Vorgesehen sind außerdem zwei Einfachturnhallen und ein neu gestalteter Schulhof.

Hintergrund ist der hohe Bedarf an Grundschulplätzen in Sülz. Für 2027 erwartet die Stadt eine besonders starke Nachfrage. Zudem soll die vorübergehend in Sülz untergebrachte Heliosgrundschule nach Ehrenfeld umziehen. Die dadurch wegfallenden zwei Schulzüge müssen ersetzt werden, damit die Kapazitäten im Planungsgebiet Sülz/Klettenberg erhalten bleiben. Für einen zusätzlichen Stellenanteil im Schulsekretariat rechnet die Stadt mit jährlichen Personalkosten von rund 17.400 Euro.

Gymnasium Neue Sandkaul bleibt dreizügig

Gymnasium Neue Sandkaul: Das Gymnasium Neue Sandkaul in Widdersdorf soll auch im Schuljahr 2027/28 nur drei statt vier Eingangsklassen aufnehmen. Der Rat stimmte einer entsprechenden Verwaltungsvorlage zu. Grund sind anhaltende Raumprobleme und Verzögerungen beim Ausbau. Bislang werden unter anderem Bibliothek und Mehrzweckräume für den Unterricht genutzt. Außerdem fehlen Fachräume für Kunst, Musik und Informatik sowie ausreichende Sportkapazitäten. Ein Interimsbau mit 14 Unterrichtsräumen soll Entlastung bringen, wohl aber frühestens zum Schuljahr 2028/29 erreicht.