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Blaue-Funken-Funktionär abgestürzt Flugzeugwrack der Kölner Cessna entdeckt

Eine Person zeigt mit einem Stift auf die letzte bekannte Position der Cessna mit der Kennung OE-FGR.

Die letzte Bekannte Position der abgestürzten Cessna

Köln – Die Cessna des Blaue-Funken-Ehrenpräsidenten Peter Griesemann und seiner Familie ist am Sonntagabend vor der lettischen Küste in die Ostsee gestürzt. Der 72-Jährige war gemeinsam mit seiner Frau Juliane, Tochter Lisa und deren Lebensgefährten aus dem südspanischen Jerez nach Köln aufgebrochen.

Kurz nach dem Start meldete die Maschine einen Druckabfall im Cockpit an die spanische Luftverkehrskontrolle. Kurz darauf brach der Funkkontakt zur Maschine ab. Sie sollte eigentlich planmäßig am Flughafen Köln/Bonn landen, flog aber einfach an diesem vorbei.

Peter Griesemann wurde 72 Jahre alt. Die gesamte Familie ist im Kölner Karneval sehr aktiv, Sohn Björn Griesemann war in der Session 2013/14 Prinz.

Lettische Marine findet erste Flugzeugteile

Alles zum Thema Flughafen Köln/Bonn

Am Donnerstag entdeckte die lettische Marine mithilfe eines Tauchroboters das Flugzeugwrack der abgestürzten Cessna von Peter Griesemann. Man habe die Filmaufnahmen des Wracks an die ermittelnden Behörden übergeben, teilte eine Sprecherin der lettischen Küstenwache mit.

Die weiteren Untersuchungen sollen von deutscher Seite aus übernommen werden, hieß es zudem weiter.

Das lettische Nachrichtenportal „LSM“ meldete bereits am Dienstag den Fund von menschlichen Überresten nahe der Absturzstelle. „Wir haben am Dienstag menschliche Überreste entdeckt, die der Kriminalpolizei zur weiteren Ermittlung übergeben wurden“, sagte Peteris Subbota, Leiter der lettischen Seerettungskoordinationsbehörde.

Bereits am Montag waren Wrackteile der zerstörten Cessna vom Typ 551 in der Ostsee vor der Hafenstadt Ventspils entdeckt worden. „Wir haben mehr als zehn Teile des Flugzeugs gefunden, unter anderem Teile der Flugzeugsitze“, sagt Liva Veita, Sprecherin der lettischen Marine auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Montagabend.

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Das Handout der schwedische Küstenwache, zeigt die Unfallstelle in der Ostsee. 

„In den kommenden drei Tagen werden wir die Suche fortsetzen, Schiffe werden die Region absuchen. Am Dienstag werden wir die Suche auch unter Wasser fortführen, mit Unterwasserdrohnen“, führt Veita zur Bergung des Flugzeugswracks aus. Wie lange die Bergung noch andauern wird, ist noch unklar.

Absturz über der Ostsee: Kölner Blaue-Funken-Ehrenpräsident war Pilot

Die Luftwaffe hatte den Absturz am Sonntagabend bestätigt. Bundeswehr-Kampfjets waren aufgestiegen, um das offenbar führerlose Kleinflugzeug nach dem Eintritt in den deutschen Luftraum zu inspizieren.

Wie ein Sprecher der Luftwaffe bestätigte, stiegen Alarmrotten, die aus zwei Eurofightern bestehen, im deutschen Luftraum auf, um sich ein Bild über das ungewöhnliche Flugverhalten zu machen.

Vermutlich durch einen zuvor eingestellten Autopilot flog die Maschine weiter über Deutschland und das eigentliche Ziel Köln hinweg Richtung Ostsee. Hinter Rügen steuerte der Jet dann Richtung Gotland, bevor er von dänischen Kampfjets begleitet vor der Küste Lettlands plötzlich drastisch an Höhe verlor und ins Meer stürzte.

Auch Schweden und Dänemark hatten Kampfjets entsendet, um den Kontakt wieder herzustellen – vergeblich.

peter griesemann mit sohn

Peter Griesemann (Bildmitte) wird von seinem Sohn Björn 2020 zum Ehrenpräsident ernannt (Archivfoto).  

Durch Berechnungen über die verbleibende Treibstoffmenge an Bord des Fliegers soll die Bundeswehr nach Informationen des „Spiegel“ nicht von einer akuten Bedrohung – sprich von einem Absturz im deutschen Luftraums – ausgegangen sein. Eingegriffen hätte die Luftwaffe demnach wohl nur, wenn der Jet über Deutschland in den Sinkflug gegangen wäre. 

Absturz in der Ostsee: Rettungskräfte suchen nach Passagieren bei Lettland

Die Suchaktion vor der lettischen Küste läuft bereits seit Sonntagnacht, zu Beginn war auch die schwedische Küstenwache beteiligt. Die gefundenen Wrackteile sollen in die lettische Hafenstadt Ventspils gebracht werden.

Derzeit werde ein etwa sechs mal sechs Kilometer großes Gebiet nach den Passagieren abgesucht, die Ostsee sei an der Stelle etwa 60 Meter tief, sagte der Behördensprecher Subotta weiter.

Ein Experte für Luftsicherheit, Hans Kjäll, sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT, Druckprobleme könnten dazu geführt haben, dass die Passagiere das Bewusstsein verloren hätten. Bei einem Druckabfall in Höhe von 10950 Metern, auf denen Griesemann flog, hat der Pilot etwa 20 Sekunden, um eine Sauerstoffmaske aufzuziehen und den Sinkflug einzuleiten.

Kölner Flugzeug stürzt über der Ostsee ab: Suche in Lettland wird fortgesetzt

Die Suche an der Absturzstelle werde am Dienstag fortgesetzt, sagte eine Sprecherin der lettischen Küstenwache dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Es seien drei Schiffe in der Absturzregion im Dienst, zwei der Marine und eines der Küstenwache. Ein Hubschrauber fliege regelmäßige Einsätze.

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Die Suche laufe zur Zeit noch ohne eine zeitliche Grenze. Die Mission könnte in Zukunft aber in eine Unterwassersuche umgewandelt werden. Ob und wann das geschehe, sei noch offen. Die Hoffnung, dass eine der Personen überlebt habe, sei verschwindend gering. (shh/md/ken/mab/dpa)