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Aktionswoche der KHMKünstler hält Vortrag zum geplanten Mahnmal an der Keupstraße

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An der Keupstraße hängt ein Transparent „Wo bleibt das Mahnmal?“. Es soll auf das bislang nicht realisierte Denkmal zum Anschlag des NSU in der Keupstraße im Jahr 2004 hinweisen.

Bis heute gibt es kein Mahnmal an der Keupstraße. 

Ulf Aminde hat das Mahnmal für die Opfer des Nagelbombenanschlags entworfen. Bei einer Aktionswoche der Kunsthochschule für Medien gibt er Einblicke in seine Arbeit.

Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) lädt am Mittwoch, 24. Juni, um 19 Uhr, zu einem Vortrag über das geplante Mahnmal an der Keupstraße ein. Der Künstler Ulf Aminde stellt zunächst seine Arbeitsweise vor, bevor das künstlerische Konzept des Mahnmals, die Konflikte rund um dessen Entstehung sowie die Themen Erinnerungskultur, Rassismus und Öffentlichkeit thematisiert werden. Der Titel des Vortrags lautet „Der Kampf um das Mahnmal ist bereits das Mahnmal“.

Das geplante Mahnmal an der Keupstraße soll an den Nagelbombenanschlag der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) am 9. Juni 2004 erinnern, bei dem 22 Menschen verletzt wurden. Die polizeilichen Ermittlungen hatten sich damals fälschlicherweise gegen die Betroffenen selbst gerichtet, bis im Jahr 2011 klar wurde, dass der Anschlag einen rassistischen Hintergrund hatte und von den Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verübt wurde.

Ulf Aminde entwarf Mahnmal für Keupstraße

Bereits 2016 wurde Ulf Amindes Entwurf für ein Mahnmal in einem Wettbewerb zum Sieger gekürt. Der Künstler möchte auf der Ecke Keupstraße/Schanzenstraße eine 24 mal sechs Meter große Betonplatte bauen lassen, die dem Grundriss des Hauses entspricht, vor dem die Nagelbombe explodierte. Über QR-Codes sollen sich Besucher vor Ort Videos anschauen können, in denen Überlebende des Anschlags zu Wort kommen. Der Bau des Mahnmals hatte sich jedoch zuletzt immer wieder verzögert.

Der Vortrag findet in der Aula der KHM im Filzengraben 2 statt und ist Teil der Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ und „KHM gegen Faschismus“. Im Anschluss soll es noch Raum für Diskussion und Austausch geben. Der Eintritt ist frei. (red)