Die Ermittlungen gegen eine Mitarbeiterin des Kölner Ausländeramts laufen noch – sie wird beschuldigt, Teil eines Schleuserrings zu sein.
Ermittlungen gegen SchleuserMitarbeiterin des Kölner Ausländeramts bleibt auch über Weihnachten in U-Haft

Eine angeklagte Schleuserin ist weiterhin in Untersuchungshaft. (Symbolbild)
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Die Mitarbeiterin des Ausländeramts, die bei der Razzia gegen einen Schleuserring im Oktober festgenommen worden war, wird auch die Weihnachtstage in Untersuchungshaft verbringen. Auch zwei weitere Beschuldigte sitzen nach wie vor in Untersuchungshaft, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag.
Köln: Ermittlungen laufen noch
Die Ermittlungen, „insbesondere mit Blick auf die Auswertung der zahlreichen sichergestellten Datenträger“, dauerten an. Zudem würden derzeit noch Beschuldigten- und Zeugenvernehmungen durchgeführt. Einer der drei inhaftierten Verdächtigen habe unterdessen eine „umfassende schriftliche Einlassung“ in Aussicht gestellt, sagte Bremer.
Die Bundespolizei ermittelt gegen insgesamt elf Tatverdächtige: drei deutsche, drei syrische, drei türkische sowie zwei deutsch-syrische Staatsangehörige. Sie sollen Menschen überwiegend aus Syrien unrechtmäßig ausgestellte Ausweisdokumente zur Verfügung gestellt haben, um ihnen die unerlaubte Einreise ins Bundesgebiet zu ermöglichen.
Bisher seien 26 Fälle ermittelt worden, in denen mehrere Tausend Euro pro Schleusung bezahlt worden sein sollen. Die Mitarbeiterin des Ausländeramtes wird verdächtigt, seit Januar 2022 an den Taten beteiligt gewesen zu sein.
Mehrere tausend Euro für gefälschte Kölner Pässe
Sie wird beschuldigt, die benötigten Ausweisdokumente – sogenannte Fiktionsbescheinigungen und Reisepässe für Ausländer – ausgestellt und den weiteren Beschuldigten gegen Bezahlung überlassen zu haben. Wie zu erfahren war, soll die Frau ungefähr 3500 Euro für jede gefälschte Fiktionsbescheinigung und je 4500 Euro pro falschem Reisepass kassiert haben, wie es heißt.
Zwischen dem 16. Januar und dem 3. August des laufenden Jahres sollen die Verdächtigen insgesamt 15 Personen in das Bundesgebiet eingeschleust haben. In elf weiteren Fällen sei eine unerlaubte Einreise versucht worden. Die Ermittlungen zu etwaigen weiteren Taten dauern noch an.
