Müll auf Spielplätzen, Schmutz rund um Imbissbuden, illegale Graffiti: In der ersten Woche der Ferien hat das Ordnungsamt bei Schwerpunktkontrollen im Freien zahlreiche Verstöße festgestellt.
20 bis 30 Tonnen Müll in GrünanlagenStadt Köln zieht Bilanz zur Aktionswoche Sicherheit und Sauberkeit

Oberbürgermeister Torsten Burmester entfernt Graffiti am Aachener Weiher.
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Die Stadt Köln hat Bilanz zur Aktionswoche „Sicherheit und Sauberkeit in den Veedeln“ gezogen. Das gute Wetter in der ersten Woche der Sommerferien nutzte das Ordnungsamt für Schwerpunktkontrollen im Freien. Oberbürgermeister Torsten Burmester besuchte verschiedene Maßnahmen der Aktionswoche.
So befreite er mit dem Team der Kölner Anti Spray Aktion (KASA) die Mauern des Kinderspielplatzes im Hiroshima-Nagasaki-Park von illegalen Graffiti. Außerdem begleitete er das neue Präventionsprojekt der Stadt Köln für Kitas, das Vorschulkindern spielerisch ein Bewusstsein für Sauberkeit und Ordnung vermitteln will.
Müll auf Kölner Spielplätzen
Das Ordnungsamt kontrollierte im Rahmen der Aktionswoche vermehrt Spielplätze, Grünflächen und die offenen Schulhöfe. Während bei 144 Kontrollen auf den Schulhöfen nur zwei Verstöße festgestellt wurden, griff das Ordnungsamt bei 578 Spielplätzen deutlich häufiger ein. 77-mal entsorgten die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) im Nachgang Müll oder illegale Lager, 44-mal entdeckte das Ordnungsamt Personen mit Alkohol, Cannabis oder beim Rauchen auf dem Spielplatz.
Am Freitag standen Grillen und Müllentsorgung im Fokus der Aktionswoche. Ein Team aus Grillscouts der AWB, Ordnungsdienst und Oberbürgermeister Torsten Burmester erinnerte im Lohsepark an die Einhaltung der Stadtordnung und verteilte Taschenaschenbecher. Danach wiesen sie die Betreibenden von Imbissbuden an der Neusser Straße darauf hin, den Umkreis ihrer Läden sauber zu halten und Müllbehälter aufzustellen. Insgesamt wurden in der Aktionswoche 75 Imbisse kontrolliert und dabei 27 Verstöße festgestellt, unter anderem wegen fehlender geeigneter Müllbehälter.
Stadt Köln zahlt etwa 16 Millionen Euro im Jahr für hinterlassenen Müll
„Aufenthalt im öffentlichen Raum sorgt nicht immer nur für Spaß, Spiel und Erholung, sondern bedeutet häufig auch Müll, Verschmutzung oder Vandalismus“, erklärte die Stadt zum Anlass der Aktionswoche. Und die Woche habe gezeigt, so Oberbürgermeister Torsten Burmester, dass „noch nicht jede und jeder verinnerlicht hat, dass wir alle mitverantwortlich sind für die Sauberkeit in unserer Stadt und damit auch dafür, wie Köln aussieht.“
Die Entfernung von Graffiti auf öffentlichen Flächen kostet die Stadt jährlich rund 1,2 Millionen Euro, die Entsorgung von achtlos weggeworfenem und hinterlassenem Müll etwa 16 Millionen Euro. Allein an einem Sommerwochenende entstehen im Schnitt 20 bis 30 Tonnen Müll in den Kölner Grünanlagen: überwiegend Einwegverpackungen, Einweggrills, Pizzakartons, Glas(-bruch) und Plastiksäcke. (tli)
