Köln – In einem einzigartigen Kraftakt will die Polizei Köln heute und morgen bis zu 1800 ihrer Beamtinnen und Beamten mit der Drittimpfung gegen das Coronavirus versorgen. Der Andrang im Veranstaltungssaal des Präsidiums in Kalk war groß am Dienstagmorgen. Bis zum Mittag hatten schon mehr als 500 Polizistinnen und Polizisten ihre Booster-Ration Biontech erhalten. Zuletzt waren die Infiziertenzahlen bei der Polizei täglich auf immer neue Rekordwerte geklettert - mehr als 60 Infizierte sind es derzeit, Dutzende weitere sind als Kontaktpersonen in Quarantäne.
Die Booster-Aktion im Präsidium dient nach den Worten der Leitenden Regierungsdirektorin Miriam Brauns aber nicht nur dem Eigenschutz: "Als Polizei sind wir auch Teil der Gesellschaft. Indem wir das Impfen weiter vorantreiben, möchten wir unseren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten."
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Weil Nebenwirkungen der Impfung und somit eine vorübergehende Krankschreibung bei dem einen oder der anderen nicht auszuschließen sind, war die Aktion eigens auf Dienstag und Mittwoch gelegt worden - somit wären die meisten Einsatzkräfte am kommenden Freitag zum Opari-Einsatz auf den Ringen und am Samstag beim Fußballderby Köln gegen Mönchengladbach wieder fit. Die OPARI (Ordungspartnerschaft Ringe) ist eine Kooperation von Polizei, Zoll und Stadt. Sie wurde bereits 1995 ins Leben gerufen.
Dritte Booster-Aktion Anfang Dezember
Fünf Impfärzte standen am Dienstag ab 7 Uhr für die Einsatzkräfte bereit. Im Vortragssaal waren vier Kabinen aufgebaut, die Warteschlange war aus Infektionsschutzgründen ins Freie verlegt worden. Pavillons schützten vor Regen. Die Aktion hatte die Kölner Polizei seit Wochen vorbereitet, der Impfstoff war lange bestellt. Anfang Dezember soll es einen weiteren Booster-Termin geben, dann aber unter Federführung des NRW-Innenministeriums nicht im Präsidium, sondern in der Polizei-Liegenschaft in Brühl. Dort werden dann auch Polizeibeamte und -beamtinnen aus anderen Behörden geimpft.



