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Tausende Kölner betroffen Rhein-Energie muss weiterhin Trinkwasser chloren

Das Trinkwasser in Teilen Kölns muss derzeit gechlort werden.

Das Trinkwasser in Teilen Kölns muss derzeit gechlort werden (Symbolfoto).

Im Trinkwasser in rechtsrheinischen Kölner Stadtteilen wurden Keime entdeckt. Das Chlor tötet sie ab – aber das Wasser schmeckt und riecht dadurch seit Wochen unangenehm.

Die Rhein-Energie muss weiterhin das Trinkwasser einiger rechtsrheinischer Kölner Stadtteile mit Chlor versetzen. Seit vor rund vier Wochen sogenannte umwelt-coliforme Keime entdeckt wurden, fügt der Konzern die Chemikalie dem Wasser zu, um die Verunreinigung zu beseitigen. Der Nachteil: Das Trinkwasser für einige tausend Menschen riecht und schmeckt immer noch unangenehm.

Wir wollen auf Nummer sicher gehen
Rhein-Energie

Chlor sei „hochwirksam“ und beseitige die Keime schnell, erklärt die Rhein-Energie. Das Unternehmen chlore das Wasser dennoch weiter, „um auf Nummer sicher zu gehen“, dass das Chlor alle betroffenen Leitungen erreicht habe und vollständig verschwunden sei, heißt es weiter. Die Rhein-Energie nimmt weiterhin in regelmäßigen Abständen Wasseruntersuchungen vor. „Die Chlorung wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt beendet, sobald dies möglich ist“, sagt das Unternehmen. Die Bürgerinnen und Bürger würden umgehend informiert, wenn auf das Chlor verzichtet werden könne. Wann genau das geschieht, sei noch nicht zu sagen. Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Stadtteile Flittard, Dünnwald, Höhenhaus und Stammheim, dem Norden Mülheims sowie Teile von Dellbrück und Holweide müssen sich also weiterhin mit dem etwas unangenehm riechenden Trinkwasser arrangieren.

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Chlor ist ein gebräuchliches Mittel zur Desinfektion von Trinkwasser. Trotz des irritierenden Geschmacks und Geruchs ist das Wasser „problemlos für alle Anwendungen und den menschlichen Genuss“ nutzbar, versichert die Rhein-Energie. Das gelte auch für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Zudem sei Chlor „leicht flüchtig“: Der unangenehme Geruch und Geschmack verschwinde nach etwa 30 Sekunden, wenn man das Wasser stehen lasse.

Keime sind „für gesunde Menschen unbedenklich“

Nach Worten der Rhein-Energie gehe auch von den umwelt-coliformen Keimen wenig Gefahr aus. Laut der strengen Trinkwasserverordnung dürfen sie nicht in Trinkwasser auftreten. „Für gesunde Menschen sind sie unbedenklich. Risiken können bei abwehrgeschwächten Personen auftreten“, erläutert die Rhein-Energie.

Woher die Keime kommen, ist unklar. In Köln könnten sie eigentlich nur über offene Leitungen, etwa bei Bauarbeiten, in den Wasserkreislauf gelangen, so die Rhein-Energie. „Es könnte sein, dass wir den Grund niemals erfahren“, sagt ein Unternehmenssprecher.