Abo

PassantenzahlenSchildergasse und Hohe Straße weiter in der Top Ten –  München vorn

2 min
In der Schildergasse wurden 2025 mehr als 21 Millionen Passanten gezählt.

In der Schildergasse wurden 2025 mehr als 21 Millionen Passanten gezählt.

Die Zahlen lassen allerdings keine Rückschlüsse auf die Umsätze zu.  Experten entdecken eine Besonderheit in der Ehrenstraße.

Die großen Kölner Einkaufsstraßen sind weiterhin unter den zehn meistfrequentierten in Deutschland. Die Schildergasse kam 2025 mit 21,6 Millionen Passanten auf Platz 5, die Hohe Straße mit 16,3 Millionen auf Platz 9. Das gab die in Köln ansässige Firma Hystreet bekannt, die in zahlreichen Städten mit Laserscannern Passanten-Frequenzen misst.

Im Vergleich zu 2024 gab es nur einen leichten Rückgang von einem Prozent auf der Schildergasse. Die Hohe Straße hatte drei Prozent weniger Passanten als 2024. Absoluter Spitzenreiter ist nach wie vor München, die Stadt ist gleich mit drei Straßen vertreten: Mit 29 Millionen Passanten auf der Kaufingerstraße und 28,2 Millionen auf der Neuhauser Straße belegt sie Platz 1 und 2. Die Theatinerstraße schafft es mit 17,8 Millionen auf Platz 7. Vertreten in der Liste ist auch die Zeil in Frankfurt (Platz 3) und die Tauentzienstraße in Berlin (Platz 8).

„Harry Potter“-Hype auf der Ehrenstraße

Erneut schneidet die Georgstraße in Hannover mit Platz 4 sehr gut ab – obwohl sie eher unbekannt ist. „Hier ist vor allem die zentrale Lage in der Nähe von zahlreichen ÖPNV-Umstiegspunkten ausschlaggebend“, sagt Hystreet-Geschäftsführer Julian Aengenvoort. Heißt: Hier werden viele Pendler mitgezählt.

In der Schildergasse sei die Messanlage gleich am Anfang am Übergang vom Neumarkt angebracht – daher würden auch hier mutmaßlich viele Fahrgäste mitgezählt, die nicht speziell zum Einkaufen in der Schildergasse angereist sind. Die Frequenz auf der Schildergasse ließe dann in Richtung Hohe Straße nach.

Rückschlüsse auf Umsätze in den Straßen lassen die Zahlen nicht zu, denn es wird nur die reine Menge der Menschen gemessen, aber nicht ihr Einkaufsverhalten. Nicht nur der Kölner Einzelhandel klagte in der Vorweihnachtszeit, dass zwar viele Menschen unterwegs waren, aber der Umsatz eher enttäuschend war. „Allerdings zeigen die anhaltend hohen Frequenzen in den Innenstädten, dass der Einzelhandel hier durchaus die Möglichkeit hat, erfolgreich zu sein“, sagt Aengenvoort.

So zeigten sich messbare Ergebnisse dort, wo neue Ideen umgesetzt und Nischenangebote gemacht werden. So wurde ein überdurchschnittlicher Anstieg von Passanten auf der Ehrenstraße gemessen, nachdem hier in der Vorweihnachtszeit ein Pop-up-Store mit Merchandising-Artikeln zur „Harry Potter“-Reihe eröffnete. Auch besondere Gastronomieangebote und Trends wie neue Cookie-Läden brachten erkennbar mehr Frequenz.