Vor der maroden A4-Brücke am Eifeltor kommt es im Dauerstau immer wieder zu schweren Lkw-Unfällen. Auf der Umleitung über die Luxemburger Straße bricht der Verkehr regelmäßig zusammen.
Tödlicher Unfall auf A4„Nie dagewesenes Verkehrschaos“ an der Luxemburger Straße

Bei diesem schweren Auffahrunfall auf der A4 kurz vor der Ausfahrt Klettenberg kam am Montagabend eine Bonnerin (22) ums Leben. Die Polizei sucht noch Zeugen, die Angaben zum Hergang machen können.
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Ein schwerer Unfall auf der Autobahn 4, bei dem am Montag gegen 19.10 Uhr eine 22-jährige Fahrerin aus Bonn kurz vor der Ausfahrt Klettenberg ums Leben kam, rückt die Sperrung der maroden Autobahnbrücke Eifeltor für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen in Fahrtrichtung Olpe auf dramatische Weise in den Blickpunkt. Autofahrer und Anwohner im Hürther Stadtteil Efferen sorgen sich um ihre Sicherheit, auch wenn der Unfall in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Sperrung steht.
Noch ist der Hergang nicht bis ins Detail geklärt. Nach Polizeiangaben wurde der Seat des Todesopfers auf der rechten Fahrspur Richtung Olpe vermutlich im Stau von einem auffahrenden Autotransporter unter das Heck eines Sattelzugs geschoben und völlig zerstört. Für die Fahrerin kam jede Hilfe zu spät. Der Fahrer (39) des Transporters wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und erlitt schwerste Verletzungen. Der Fahrer des vorausfahrenden Sattelzugs blieb unverletzt. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können.

Aufräumarbeiten nach dem schweren Unfall auf der A4 kurz vor der Ausfahrt Klettenberg
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Die Autobahn war bis tief in die Nacht gesperrt. Erst um 1.15 Uhr konnte eine Fahrspur freigegeben werden, um 4.15 Uhr wurden alle Sperrungen aufgehoben. Erst vor wenigen Tagen hatte sich auf demselben Abschnitt der A4 ein schwerer Unfall ereignet. In der Nacht auf Mittwoch (10. Juni) war im Baustellenbereich zwischen dem Kreuz Köln-West und der Anschlussstelle Klettenberg ein Lastwagen mit einer Betonschutzwand kollidiert. Ende Mai war im Kreuz Köln-West ein 33-jähriger Lkw-Fahrer in ein Stauende gefahren, eingeklemmt und schwer verletzt worden.
Endlose Lkw-Wand steht auf der Luxemburger Straße
Bei den Anwohnern im Hürther Ortsteil Efferen liegen angesichts der Zustände auf der Luxemburger Straße die Nerven blank. „Wir müssen hier Tag für Tag ein nie dagewesenes Verkehrschaos aushalten“, sagt Rainer K., der 400 Meter Luftlinie von der Anschlussstelle Klettenberg entfernt wohnt.
Die Luxemburger Straße sei in Richtung Köln mit Lastwagen verstopft, der Pkw-Verkehr Richtung Köln komme zum Erliegen. „In Efferen ist es noch schlimmer. Der gesamte Ortsteil ist zu. Autofahrer suchen Schleichwege und fahren durch die Wohngebiete. Das Aggressionsniveau der Autofahrer ist schon jetzt so hoch, dass ich Angst um Leib und Leben meiner Kinder auf dem Schulweg habe. An der Grundschule in Efferen rasen die Leute durch die Tempo-30-Zone.“

Die Lkw-Wand steht auf der Luxemburger Straße und bewegt sich nur im Schritttempo vorwärts.
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K. hat am Dienstag die Autobahn GmbH angeschrieben und sich an den Hürther Bürgermeister Dirk Breuer gewandt. Die Nachbarn in der Siedlung planen einen gemeinsamen Protest. „Wir können nicht einfach tatenlos zusehen, bis die Brücke im Jahr 2028 vielleicht erneuert wird. Wir wissen nicht, was da technisch möglich ist, aber die Brücke ist schließlich die Ursache des ganzen Dramas. Da muss sehr schnell gehandelt werden.“
Es könne kein Dauerzustand sein, dass trotz der großräumigen Umleitungen weiterhin viele Lkw über die A4 Richtung Eifeltor fahren, in Klettenberg über die Luxemburger Straße und den Militärring geleitet werden, um am Eifeltor wieder auf die A4 zu fahren. „Man sieht doch, dass das nicht klappt. Der gesamte Militärring bis zum Bonner Verteiler ist dicht.“

Im Berufsverkehr geht in Efferen nichts mehr. Die Straßen Richtung Köln sind verstopft.
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Es sei schließlich nicht das erste Mal, dass die Autobahn nach einem Unfall gesperrt werden müsse. „Wenn sich wieder einer nur in der Schrammwand auf der Autobahn festfährt, ist Efferen dicht.“ Selbst die Polizei sei angesichts dieser Zustände machtlos. „Die können sich das Chaos auch nur anschauen. Was will man da noch regeln?“
Einem Autofahrer, der täglich die Auffahrt Klettenberg nutzt, ist aufgefallen, dass mehr als eine Woche nach der Sperrung der Brücke immer noch keine Hinweisschilder mit der Gewichtsbeschränkung stehen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles seine Richtigkeit hat.“ Die Polizisten im Streifenwagen, die auf der Autobahn vor der Ausfahrt Klettenberg zu Stoßzeiten den Verkehr sortieren und ableiten müssen, „tun mir wirklich leid“, sagt er. „Sie geben alles. Das ist nicht ungefährlich.“ Wenn die Polizei nicht vor Ort sei, halte sich kaum ein Lkw-Fahrer an die Regeln.

An der Ausfahrt Klettenberg verlassen Lkw die A4. In der Auffahrt ist kein Schild mit einem Hinweis auf die Gewichtsbeschränkung zu sehen.
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Auf Nachfrage teilt die Autobahn GmbH Rheinland mit, man werde am heutigen Mittwoch „die Beschilderung um vier zusätzliche Hinweistafeln auf der A4 in Fahrtrichtung Olpe und um zwei zusätzliche Tafeln im untergeordneten Netz im Bereich der Umleitungsstrecken“ ergänzen.
Es seien in Abstimmung mit der Verkehrsbehörde neben dynamischen Wegweisern mit Stauinformationen auch feste Hinweistafeln aufgestellt worden. „Diese befinden sich in Fahrtrichtung Olpe auf der A4, auf der A61, auf der A1, der A3 und der A57. An der Anschlussstelle Köln-Klettenberg sind die Umleitungen mit dem Hinweis auf die Sperrung für Fahrzeuge über 7,5 t ebenfalls aus beiden Richtungen kommend ausgeschildert.“
Der Güterbahnhof Eifeltor sei weiterhin über die Auffahrt Klettenberg erreichbar. Die Kontrollen der Gewichts- und Geschwindigkeitsverstöße sei Angelegenheit der Polizei und der städtischen Ordnungsbehörden.