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Inklusives Fußballturnier52 Teams aus sechs Nationen setzen Zeichen im Südstadion

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Fotos vom Kick2gether Euro Cup 2026 alles Fotos von Lukas Lipka

52 inklusive Fußballteams aus sechs Nationen nahmen beim Kick2gether Euro Cup 2026 teil.

Der Kick2gether Euro Cup 2026 bündelte Inklusion, Vielfalt und sportliche Begeisterung mit 52 Teams aus sechs Ländern im Kölner Südstadion und den Nebenplätzen im Jean-Löring-Park.

Jubelnde Kickerinnen und Kicker, feiernde Teams und eine gehörige Portion Spaß auf und neben dem Fußballplatz – das erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kick2gether Euro Cup 2026 im Südstadion und den Nebenplätzen im Jean-Löring-Park. Dorthin hatten sich auch Spielerinnen und Spieler des SV Darmstadt auf den Weg gemacht – und das stilecht mit dem Mannschaftsbus der Profis. „In einem Stadion zu spielen, in dem ab sofort dritte Liga gespielt wird, war genauso besonders, wie jedes Fußballspiel, das wir bestreiten durften“, heißt es in einem Post der Darmstädter auf Instagram.

Insgesamt waren 52 inklusive Fußballteams aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, der Schweiz, Polen und der Türkei zusammengekommen, um ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe zu setzen. „Es war ein Wochenende voller Emotionen, sportlicher Begeisterung und gelebter Inklusion“, sagt Gökhan Erdek. Er ist Initiator des Fußballturniers, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung ihr gemeinsames Interesse am Fußball ausleben.

„Erlebnis vor Ergebnis“: Colorwall, Mitmachaktionen und Musik

Auch, wenn es auf dem Platz sportlich zuging, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung das gemeinsame Erlebnis. Unter dem Motto „Erlebnis vor Ergebnis“ waren es die Menschen, die das Turnier zu einem besonderen Fest machten.

Das sorgte bereits bei seiner Eröffnung für große Begeisterung. Eine bunte „Colorwall“ setzte ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und verwandelte das Gelände von Fortuna Köln in ein Symbol für Offenheit und Zusammenhalt.

Neben den Spielen erwartete die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit zahlreichen Mitmachaktionen und Musik von den Räubern, Funky Marys und dem Männerchor „Laut aber schief“.

Fotos vom Kick2gether Euro Cup 2026 alles Fotos von Lukas Lipka

Sportlich ging es auf den Plätzen bei dem internationalen Inklusionsturnier zur Sache.

Kick2gether: Inklusions-Turnier zur EM und WM geplant

Die Idee zum Kick2gether Euro Cup entstand im Jahr 2024 während der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Gökhan Erdek fragte sich damals, warum es kein internationales Turnier gibt, das Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt stellt und ihnen eine vergleichbare Bühne bietet. Erdek, der seit knapp zehn Jahren die Inklusionsmannschaft seines Heimatvereins FC Germania Zündorf trainiert, gab sich selbst die Antwort auf die Frage. So entwickelte sich der Kick2gether Euro Cup, der seine Premiere in Porz-Zündorf gefeiert hat.

Nun steht die WM in den USA, Kanada und Mexiko ins Haus. Grund für Erdek, die Gunst der Stunde zu nutzen, um mit dem Turnier in Übersee auf das Thema Inklusion aufmerksam zu machen. Dies soll künftig alle zwei Jahre so sein, wenn Europa- oder Weltmeisterschaften anstehen.

„Wir wollten ein Turnier schaffen, das Menschen verbindet und zeigt, welche Kraft im Sport steckt. Wenn Spielerinnen und Spieler aus verschiedenen Ländern zusammenkommen, Freundschaften schließen und unvergessliche Momente erleben, dann haben wir unser Ziel erreicht“, sagt Initiator Gökhan Erdek.

Wegen der Größe des Turniers zog es Erdek und seine Helferinnen und Helfer von Zündorf auf die andere Rheinseite ins Südstadion. Als Veranstalter hatte man den Verein ZosammeLevve gewonnen, der sich für Inklusion, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe einsetzt. Nach einem gefühlten Zweitjob, wie Erdek die Organisation des Turniers nennt, sind er und alle Beteiligten glücklich. „Mit der zweiten Auflage des Kick2gether Euro Cup wurde erneut deutlich, dass Sport weit mehr sein kann als ein Wettbewerb. Er schafft Begegnungen, baut Barrieren ab und bringt Menschen zusammen.“ Und in dem Fall gab es am Ende genau einen Sieger: die Inklusion.