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Verbotszonen am DomLinke sind gegen die Pläne für Straßenmusiker in Köln

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Straßenmusiker Verstärker Köln

Bisher müssen Straßenmusiker nur in Umgebung des Doms auf jegliche Elektronik verzichten.

  1. Anwohner und Geschäftsleute rund um den Kölner Dom haben sich über die Straßenmusiker beschwert, sie sind ihnen zu laut.
  2. Die Stadt Köln will darauf reagieren und die Straßenmusik räumlich und zeitlich stark einschränken.
  3. Die Linke im Stadtrat lehnt den Vorschlag ab und vermutet noch weitere Einschränkungen.

Köln-Innenstadt – Die Linke im Stadtrat lehnt die von der Verwaltung vorgeschlagenen Einschränkungen für Straßenmusik am Dom ab. In dessen Umgebung sollen Auftritte nur noch an vier markierten Standorten erlaubt sein; am Wallrafplatz soll es gar keine Straßenmusik mehr geben.

Hier lesen Sie mehr: Stadt will Straßenmusik am Dom stark einschränken

„Stück für Stück wird das städtische Leben in der Domumgebung mit immer neuen Verboten eingeschränkt“, sagte die ordnungspolitische Sprecherin der Linken, Güldane Tokyürek, am Donnerstag. Sie gehe nicht davon aus, „dass diese weitere Einschränkung schon das Ende der Fahnenstange ist“. Wenn sich die Politik nicht gegen das beabsichtigte Vorgehen wehre, sei „der zentrale Platz der Stadt bald eine Hochglanz-Flaniermeile, auf der Grabesstille herrscht“.

GRAFIK Strassenmusik

Anwohner und Geschäftsleute in Köln haben sich beschwert

Die Verwaltung begründet die ihren Vorschlag mit zahlreichen Beschwerden von Anwohnern und Geschäftsleuten über Lärmbelästigung durch Straßenmusik. Nach Angaben des Presseamtes nahm der Ordnungsdienst im vorigen Jahr 197 Beschwerdemeldungen entgegen. Im zweiten Halbjahr 2019 habe die Ordnungsbehörde „164 Sanktionsfälle gelistet“.

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Die Strafen reichen um Wiederholungsfall von einem Verwarngeld bis zu Bußgeldverfahren und der Sicherstellung der Instrumente. „Straßenmusik, Straßenkünstler und Bettler gehören zu einem lebendigen Stadtraum wie das Amen zur Kirche“, so Linken-Ratsfrau Tokyürek. „Weil es in der Innenstadt naturgemäß eher laut ist, sollten Schallschutzfenster zur Standardausrüstung von Innenstadtgebäuden gehören. Das muss der zentrale Hebel sein, um etwaige Lärmbelästigung abzustellen.“ Der Stadtrat wird sich im kommenden März mit dem Thema befassen. Ohne seine Zustimmung treten die neuen Regelungen nicht in Kraft.