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Geschlecht bestimmtKölner Zoo gibt Namen von Faultier-Baby bekannt

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Faultier-Baby im Kölner Zoo

Das im November geborene Zweifinger-Faultier wiegt inzwischen knapp 1000 Gramm.

Das kleine Faultier wurde im November 2025 geboren. Mithilfe einer Haarprobe konnte der Zoo jetzt das Geschlecht bestimmen.

Möhren oder Sellerie, beides gekocht, Endiviensalat und Chicorée. Das kleine Zweifinger-Faultier, das am 4. November im Kölner Zoo zur Welt kam, weiß schon jetzt sehr genau, was es am allerliebsten isst. Und die Tierpflegerinnen und -pfleger versorgen den Kleinen gern damit. Dass es ein Kleiner ist und keine Kleine, ist jetzt mithilfe einer Haarprobe ermittelt worden. Der Zoo schickte sie ins Labor, und damit wurde dann das Geschlecht bestimmt.

Um die Bindung zu Mama Jumi nicht zu stören, hatte man das Geschlecht des Faultiers, das, so sagte der Zoo im Dezember, ungewöhnlich zappelig und sehr aktiv sei, erst spät bestimmen lassen. Auch einen Namen hat Kölns tiefentspanntester Neubürger schon: Er heißt Yono. Ausgewählt wurde dieser von der Klosterfrau Group, die die Patenschaft für das kleine Faultier übernommen hat. Das Schweizer Pharmaunternehmen, das seine operative Zentrale in Köln hat, unterstützt den Zoo.

Drei Fütterungen am Tag

Yono lebt hier im Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus mit Affenarten, Gürteltieren und Vogelarten wie dem Riesentukan. Er wiegt, dank Muttermilch zum Start und nun Chicorée und Endiviensalat, derzeit knapp 1000 Gramm und nimmt stetig zu. Drei Mal am Tag wird er von zwei Pflegerinnen oder Pflegern gefüttert, zusätzlich wird er noch gesäugt, und er stibitzt seiner Mama Jumi gern auch mal ein bisschen von ihrer Nahrung. Tägliches Wiegen ist für Yono angesagt, damit man genau verfolgen kann, dass die körperliche Entwicklung ist, wie sie sein soll.

Faultier-Baby im Kölner Zoo

Das junge Faultier-Männchen mag besonders gern gekochtes Gemüse, Endiviensalat und Chicorée.

Faultiere sind bekannt für ihre langsame Fortbewegung und ihre mit dem Rücken nach unten hängende Lebensweise. Der Grund dafür ist ihr niedriger Stoffwechsel, der durch die energiearme Blattnahrung verursacht wird. Durch ihre langen Gliedmaßen und die gebogenen Krallen können sie perfekt an Bäumen hängen. Zweifinger-Faultiere, wie Yono eins ist, haben an den Vordergliedmaßen zwei und an den Hinterfüßen drei Zehen. Sie leben im zentralen und nördlichen Teil Südamerikas, teils auch in Mittelamerika. Hauptsächlich leben sie in tropischen Regenwäldern, sind Einzelgänger und nachtaktiv.

Überraschende Fakten zu Faultieren

Luftanhalter: Faultiere können ihren Stoffwechsel so weit drosseln, dass sie bis zu 40 Minuten unter Wasser die Luft anhalten können. Sie sind überraschend gute Schwimmer.

Sparstoffwechsler: Faultiere bewegen sich in Zeitlupe – im Schnitt nur 0,24 Kilometer pro Stunde. Ihr Herz schlägt langsam, ihr Stoffwechsel ist reduziert, sie schlafen etwa 15 Stunden täglich. Ein Grund: Sie ernähren sich vor allem von Blättern, die wenig Kalorien haben. Faultiere verschwenden kaum Energie – sie sind nicht faul, sondern top angepasst.

Schneckenverdauung: Die langsamen Bewegungen und das fast ständig hängende Leben an Ästen beeinflussen die Verdauung, die langsamer abläuft als bei anderen Lebewesen. Es kann bis zu einem Monat dauern, bis Nahrung ausgeschieden wird.

Pseudo-Eulen: Es heißt, Dreifinger-Faultiere (Yono ist ein Zweifinger-Faultier) könnten ihren Kopf um bis zu 270 Grad drehen – so erreichen sie Blätter in alle Richtungen, ohne ihren Körper bewegen zu müssen.

Hängen bis zum Schluss: Ihre Klauen sind so perfekt ans Hängen angepasst, dass tote Faultiere manchmal noch stundenlang im Baum hängen bleiben, bevor sie fallen.

Algen-Outfit: Faultiere schimmern oft grünlich, das kommt von Algen, die sich in ihrem Fell ansiedeln. Das feuchte Klima der Regenwälder und die langsame Lebensweise der Tiere schaffen ideale Bedingungen für diese Form des Zusammenlebens. Die Algen dienen als natürliche Tarnung im Blätterdach des Regenwaldes – ein unscheinbarer, aber kluger Schutz vor Fressfeinden.


Elefantentag im Zoo

Am Sonntag, 29. März, ist Elefantentag im Zoo. Das Programm umfasst Info-Stationen, Mitmach-Aktionen und besondere Führungen.

Informieren Station zur Anatomie von Elefanten mit Anschauungsmaterial, zur Haltung der Kölner Elefanten: Wie leben die Tiere hier, wie kann man einen Elefanten medizinisch behandeln, wie, wo und was wird gefüttert?

Mitmachen Wie viel frisst ein Elefant und wie viel kommt hinten wieder raus, was kann man mit Elefantendung alles machen? Kinder können an dieser Station Papier aus Elefantendung herstellen. Außerdem können sie sich wie ein Elefant oder ein Lieblingstier der Wahl schminken lassen. Und kleine Besucher können einen Elefanten-Button basteln.

Entdecken Bei Sonderführungen werden die Herde sowie ihr Sozialverband vorgestellt: Wie funktioniert die Haltung im Zoo, was fressen die Tiere hier, wie kann man sie im Zoo adäquat beschäftigen?

Gutes tun Erlöse aus dem Elefantentag fließen in Elefantenschutzprojekte des Zoos. Asiatische Elefanten sind in der Wildnis stark bedroht.

www.koelner-zoo.de