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Neues Hochhaus kommt nichtDEVK beerdigt Pläne für 144-Meter-Büroturm in Köln

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So sah der Siegerentwurf für das DEVK-Hochhaus aus.

So sah der Siegerentwurf für das DEVK-Hochhaus aus.

Der Versicherer DEVK träumte von einem neuen Hochhaus, doch jetzt ist endgültig klar: Das 144-Meter-Gebäude kommt nicht.

Jetzt ist der letzte Restzweifel ausgeräumt: Der Kölner Versicherer DEVK hat den Bau seines 144-Meter-Hochhauses an der Zoobrücke nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ nun auch begraben. Das hat demnach der Vorstand der DEVK beschlossen. Die Gründe sind die fortschreitende Digitalisierung und der Trend zum Homeoffice.  

Mittlerweile hat die Versicherung das Aus am Mittwoch offiziell bestätigt. Der Konzern teilte mit: „Der Turm wird nicht gebaut. Das ursprüngliche Konzept ist unter den heutigen Bedingungen wirtschaftlich nicht mehr tragfähig.“

Am 14. Oktober des Vorjahres hatte die DEVK eine Pressemitteilung verschickt mit dem Titel: „DEVK prüft alternatives Nutzungskonzept für Bauvorhaben am Kölner Zoo.“ Der Versicherer hatte damals die konkrete Frage offen gelassen, ob diese Entscheidung das Aus für das geplante Hochhaus war. Auf Nachfrage sagte eine Sprecherin damals: „Nein, das ist nicht entschieden. Derzeit prüfen wir verschiedene Alternativen.“ Doch ein gutes halbes Jahr steht fest: Das war es.

Das Gebäude der DEVK an der Riehler Straße wird saniert.

Das Gebäude der DEVK an der Riehler Straße wird saniert.

Das neue Hochhaus sollte direkt neben der DEVK-Zentrale auf dem Grundstück entstehen, auf dem aktuell noch das sanierungsbedürftige städtische Parkhaus steht, das Zoobesucher nutzen. Die Besucher sollten zukünftig die neue Tiefgarage im Hochhaus nutzen.

JSWD-Architekten gewannen Verfahren

Wie berichtet, hatten die Architekten von JSWD das Verfahren für den DEVK-Neubau an der Riehler Straße gewonnen. Ihr Entwurf sah ein 144 Meter und ein 44 Meter hohes Gebäude für größtenteils Büros vor, die über einen fünfgeschossigen Sockel verbunden sein sollten. Der Bau sollte 2029 starten und 2032 fertiggestellt sein.

Der Neubau wäre mit 144 Metern nach dem Mediapark-Turm (149 Meter) und dem Colonia-Turm (147 Meter), auch bekannt als Axa-Hochhaus, das dritthöchste Haus in Köln geworden.

Zentrale von 1984 wird saniert

Aktuell lässt der Versicherer seine Zentrale aus dem Jahr 1984 sanieren. Das soll Ende 2027 beendet sein, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nach und nach im ersten Halbjahr 2028 aus den alten Messehallen im Rechtsrheinischen zurückkehren. Dort sind sie übergangsweise untergebracht.

Der Liegenschaftsausschuss hatte zugestimmt, dass die DEVK das städtische Grundstück mit dem Parkhaus zunächst bis zum 31. Dezember 2026 zur Prüfung erhält, und zwar über eine sogenannte Anhandgabe. In dieser Zeit kann das Unternehmen Details wie Planungsrecht und Finanzierung klären, ohne dass die Stadt mit anderen Interessenten verhandeln darf.

Trotz des Vorstandsbeschlusses will die DEVK weiter das Grundstück von der Stadt kaufen und alternative Nutzungskonzepte prüfen. Wie diese aussehen, steht aber noch nicht fest.