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„Demokratie ist nicht leise“Kölner OB Torsten Burmester lobt Rosenmontagszug

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Torsten Burmester während des Empfangs.

Torsten Burmester während des Empfangs im Kölner Rathaus. 

Was kann der Karneval leisten? Dazu hat sich OB Burmester geäußert. Auch die mögliche Olympia-Bewerbung Köln-Rhein-Ruhr war Thema.

Um kurz nach 11 Uhr an diesem Rosenmontag tanzt die Polonaise durch das Historische Rathaus, auch Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) ist Teil davon. Es läuft „Denn wenn et Trömmelche jeit“, die Mitglieder von „Loss mer singe“ sorgen für gute Laune. Kurz zuvor hat Burmester, gekleidet in seiner Uniform der Roten Funken, die rund 250 Gäste im Rathaus begrüßt.

Es ist das nächste erste Mal für den neuen OB, der seit 1. November im Amt ist. In dieser Funktion ist es Burmesters erster Karneval, demnach auch sein erster Empfang am Rosenmontag im Rathaus. In seiner kurzen Begrüßungsrede sagt der 63-Jährige: „Willkommen in der Herzkammer des Karnevals und der schönsten Stadt Deutschlands.“

Im Rathaus wird getanzt.

Im Rathaus wird getanzt.

So begrüßt der Stadionsprecher des 1. FC Köln, Michael Trippel, traditionell auch die Fans bei Heimspielen im Rhein-Energie-Stadion in Müngersdorf.

Unter den Gästen ist auch Jürgen Roters, der wie Burmester OB dieser Stadt war (2009 bis 2015) und der ebenfalls der SPD angehört. Der 77-Jährige agiert text- und schunkelsicher.

Bürgermeister-Quartett im Rathaus

Ebenfalls dabei sind die vier ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen, die Burmester sonst vor allem bei alltäglichen Terminen vertreten: Derya Karadag (Grüne), Teresa de Bellis-Olinger (CDU), Maria Helmis-Arend (SPD) und Brigitta von Bülow (Grüne).

OB Torsten Burmester wirbt für die Olympia-Bewerbung, auch Britta Heidemann ist dabei.

OB Torsten Burmester wirbt für die Olympia-Bewerbung, auch Britta Heidemann ist dabei.

Weitere prominente Mitglieder der Stadtgesellschaft sind anwesend, beispielsweise der Rhein-Energie-Vorstandsvorsitzende Andreas Feicht und Polizeipräsident Johannes Hermanns. Auch die Fraktionschefs Bernd Petelkau (CDU) und Christian Joisten (SPD) sind vor Ort und schauen sich die Darbietungen der Tanzgruppe Kammerkätzchen und Kammerdiener an.

Burmester spricht wie beim Empfang an Weiberfastnacht über eine „Kultur des Möglichmachens“, die er sich für Köln wünscht. „Der Rosenmontagszug ist das Ergebnis harter Arbeit von Menschen, die jedes Jahr aufs Neue sage: ‚Wir machen das.‘“ Diese Haltung brauche Köln jenseits des Rosenmontagszugs.

Der Zug erinnert uns daran, dass Demokratie nicht leise ist.
Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD)

Und Burmester sagt: „Der Zug erinnert uns daran, dass Demokratie nicht leise ist. Dass Zusammenhalt Arbeit macht. Und dass Kritik kein Angriff ist, sondern ein Ausdruck von gesellschaftlicher Verantwortung.“

Auch um die mögliche Bewerbung für Olympische Spiele in der Region Rhein-Ruhr geht es kurz, Köln soll als sogenannte Leading City das Gesicht der beteiligten Kommunen sein. Die Spiele sollen 2036, 2040 oder 2044 in NRW stattfinden, noch müssen die Bürgerinnen und Bürger der Städte aber zustimmen. Der Bürgerentscheid soll am 19. April stattfinden.

Burmester ließ sich unter anderem mit Ex-Fechterin und Olympiasiegerin Britta Heidemann und T-Shirts der Olympia-Kampagne fotografieren. Heidemann unterstützt die Köln-Rhein-Ruhr-Bewerbung.