Am Bahnhof Lövenich erleichtern zwei neue Bushaltestellen jetzt das Umsteigen zwischen Bus und Bahn.
Neue BushaltestellenBarrierefreies Umsteigen von Bus auf Bahn in Köln-Lövenich

Lindenthaler Bezirkspolitiker mit Bürgermeisterin Teresa de Bellis und Verkehrsdezernent Ascan Egerer an einer der neuen Haltestellen am S-Bahnhof Lövenich.
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Wenige hundert Meter können ein langer Weg sein, wenn sie jemanden von einem Bahngleis trennen, an dem in zwei Minuten eine S-Bahn fährt. Die Bushaltestelle an der Brauweiler Straße, wo Busse stoppen, die stadteinwärts unterwegs sind, lag jahrzehntelang ein ganzes Stück vom S-Bahnhof entfernt. Und so konnte man umsteigende Fahrgäste regelmäßig bei einem Sprint beobachten.
Diese Ära ist vorbei. Politiker und Verwaltung haben gerade die beiden neu gestalteten Haltestellen am S-Bahnhof Lövenich eingeweiht, die nun, vor allem stadteinwärts, ein ganzes Stück in Bahnhofsnähe gerückt sind. Die Haltestellen wurden zudem barrierefrei gestaltet. Die Niederflurbusse halten nun an angehobenen Kanten, so dass ein ebenerdiger Einstieg möglich ist.

An den Bushaltestellen am Bahnhof Lövenich steigen viele Menschen um.
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Sie müssen auch keine Schlenker in die Haltebuchten mehr hinein oder heraus fahren, wobei die Fahrgäste gefährdet sind, die noch einen Fahrplatz suchen oder sich zum Aussteigen auf den Weg zur Tür machen. Eine Verkehrsinsel erleichtert ihnen zudem das Queren der Fahrbahn auf dem Weg zum richtigen Bahnhofsgleis. Außerdem wurden die Bodenplatten im Warte- und Gehweg-Bereich mit taktilen Leitsystemen für Fahrgäste versehen, deren Sehkraft eingeschränkt ist.
Umsteigen an einem Verkehrsknotenpunkt leicht gemacht
Verkehrsdezernent Ascan Egerer erläuterte, warum die Verbesserungen gerade an dieser Stelle der Stadt so bedeutsam sind. „Es handelt sich hier um einen Verkehrsknotenpunkt, wo zahlreiche Buslinien halten“, sagte er. Viele Menschen würden am Bahnhof Lövenich umsteigen. Die S-Bahnlinien S12 und S19 halten dort. Die KBV-Linien 141, 143, 145, 144, 149, und 172 binden Widdersdorf, Müngersdorf und Lövenich hier an die S-Bahn an, die REVG‑Buslinie 949, die Vororte Stommeln, Fliesteden, Glessen und Brauweiler.
Der Wechsel vom Bus in die Bahn ist nun deutlich leichter. Bezirksbürgermeister Roland Schüler hatte noch eine gute Nachricht: „Ab Mitte Dezember werden die Lücken im S-Bahn-Verkehr wieder aufgehoben. Die Bahnen werden dann immer im Zehnminutentakt fahren.“
Schwieriger, aber pünktlicher Umbau im finanziellen Rahmen
Die Bezirksvertretung Lindenthal hatte bereits im Jahr 2022 beschlossen, dass die Bushaltestellen umgestaltet werden sollen. Über die Umsetzung des Beschlusses war die Freude nun groß. Egerer lobte die Bezirkspolitik für ihr Engagement. Sie sei bei der Initiierung des Projektes federführend gewesen. Zugleich bedankte er sich bei den anwesenden Bürgern und Bürgerinnen für das Aushalten des Umbaus der Haltestellen, verursacht an der wichtigen Verkehrsader. „Es war eine schwierige Bauzeit. Es gab einige Erschwernisse und Behinderungen. Die Wegeführungen waren nicht optimal“, konstatierte Egererer.
Während der Bauphase war die Brauweiler Straße am Bahnhof nur einspurig befahrbar und zeitweise vollständig gesperrt. Das bedeutete für den Autoverkehr, der über die Brauweiler Straße in Richtung Aachener, der Innenstadt und zu den Autobahnen A1 und A4 unterwegs ist, eine schwierige Situation.
Umso erleichterter sei er, sagte der Verkehrsdezernent, dass der Umbau nun vollendet ist. Schüler schloss sich an: „Auch wenn er schwierig war, er ist pünktlich fertig geworden und im finanziellen Kostenrahmen geblieben.“ Die Menschen, die ihn geplant und umgesetzt haben, hätten ein großes Lob verdient.
Haltestellenhäuschen, Sitzbänke und Zebrastreifen fehlen noch
Perfekt ist die Situation vor Ort allerdings noch nicht. Es fehlen weiterhin Haltestellenhäuschen und Sitzbänke, die allerdings bald installiert werden sollen. Zudem ist der Aufzug, der Fahrgäste von der Brauweiler Straße zu den S‑Bahnsteigen befördert, ständig kaputt. Darüber müsse man einmal mit der Deutschen Bahn sprechen, sagt Roland Schüler. Die Lindenthaler Bezirkspolitik wünsche sich zudem an der Querungsinsel einen Zebrastreifen, damit dem Fußverkehr dort Vorrang eingeräumt wird. Nun wolle man die Stadtverwaltung von diesem Vorhaben überzeugen. Eine Bürgerin schlug eine weitere Verbesserung vor: „Es wäre gut, wenn man die Ersatzhaltestellen bald einmal abbaut.“ Es würde sich nämlich noch mancher Busfahrer an sie verirren.
