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Neueröffnung in Köln„Luigis süße Ecke“ lockt Leckermäuler nach Sülz

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Eine Frau mit langem schwarzem Haar und ein Mann mit kurzem schwarzem Haar stehen hinter einer Gebäcktheke, in der unterschiedliche süße Teilchen liegen.

Kayra Özbasaran ist die Inhaberin des neuen Sülzer Gebäck- und Patisserie-Geschäfts, ihr Ehemann Luigi ist sein Namensgeber.

Franzbrötchen, gefüllte Croissants, Arancini - Luigis süße Ecke macht ihrem Namen alle Ehre und sorgt neuerdings für Schlangen vor der Tür in Sülz.

Wenn Carmen Korn in ihrer Jahrhundert-Trilogie hier und da Franzbrötchen erwähnt und beschreibt, wie sich eine ihrer Roman-Protagonistinnen schier danach verzehrt, möchte man am liebsten losstürmen und die Bäckereien nach dieser – eigentlich – Hamburger Spezialität abklappern. Nun haben die Menschen in Sülz seit wenigen Tagen die Möglichkeit, selber zu überprüfen, ob man in der Stadt mit K dieses zucker- und zimtlastige Gebäck nicht mindestens genauso gut hinkriegt. Vor kurzem eröffnete in dem hübschen kleinen Ladenlokal, in dem jahrzehntelang die „Body Silhouette“ zu Hause war, „Luigis süße Ecke“, wo man neben dieser süßen Verführung noch etliche andere bekommt. Und direkt am ersten Tag standen Kunden auf dem Bürgersteig Schlange.

Kayra Özbasaran (28) hat das Geschäft nach ihrem leidenschaftlich kochenden Ehemann Luigi genannt, um sich für dessen kulinarisches Verwöhnprogramm zu bedanken. Tatsächlich sind die beiden bei einer Italien-Reise im vergangenen Jahr auf die Idee gekommen, einen kleinen Laden mit Gebäck und Patisserie zu eröffnen. Als sie in Mailand im Straßencafé saßen und mit Creme gefüllte Croissants serviert bekamen, war praktisch schon der Grundstein gelegt.

Teilchen gibt es auch vegan und halal

Das Ehepaar backt zwar nicht selbst, betont jedoch, dass sämtliche Erzeugnisse in liebevoller Handarbeit in einem türkischen Familienbetrieb hergestellt würden. „Das wird alles genau nach unserer Vorstellung gebacken“, betont der 29-Jährige, der als ganz junger Mann Profi-Liga geboxt hat. Ihr Alleinstellungsmerkmal sei nicht nur, dass sie ihre herzhaften Teigwaren, etwa die kleinen Pinzetten, auch vegan anböten, sondern vor allem, dass sie ihre gefüllten Arancini (ab 4,50 Euro) auch mit Halal-Fleisch, also den islamischen Speisevorschriften entsprechend verkauften, erklärt das Paar, das seit neun Monaten auch eine kleine Tochter hat.

Luigis süße Ecke hat also nicht nur eine Geschmacksrichtung auf Lager. Neben den mit Pistazien- oder Vanillecreme gefüllten Croissants (zwischen 3,90 und 4,30 Euro), den teils ebenfalls gefüllten Blätterteigtürmen (5,90 Euro), den Franzbrötchen (5,90), Windbeutelchen, Mini-Törtchen, kleine Patisserie (ab 2 Euro) oder den berühmten italienischen Cannoli, mit Ricotta oder anderen Cremes gefüllte frittierte Teigrollen, gibt es unterschiedliche Panini. Auch da ist immer eine vegane Ausführung im Angebot – etwa „Nonnas Geheimnis“ mit verschiedenen eingelegten Gemüsen, grünem Pesto und Rucola (8,50 Euro)

Bei den Getränken, die sowohl zum Mitnehmen gedacht sind als auch in dem als Café gestalteten Geschäft serviert werden, bekommt man neben Kaffee-Klassikern wie Cappuccino (3,80 Euro) unterschiedliche Matcha-Variationen; teils als Matcha mit Erdbeer- und Mangopüree (6,80 Euro) oder als Matcha- beziehungsweise Matcha-Tiramisu-Latte (8,90 Euro).


„Luigis süße Ecke“, Berrenrather Straße 343, Köln-Sülz. Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr.