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Belohnung ausgesetztFast neun Jahre nach Tod von Kölnerin – neuer Fahndungsaufruf für Vater

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Leichenfund in Buchheim im Jahr 2017. (Archivbild)

Leichenfund in Buchheim im Jahr 2017 (Archivbild)

Ein Mann soll seine schwangere Tochter getötet haben, weil er mit deren Lebenswandel nicht einverstanden war. Die Ermittler hoffen auf Hinweise.

Mehr als acht Jahre nach dem Mord an einer 19-jährigen Frau in Köln-Buchheim intensiviert die Polizei die Suche nach dem mutmaßlichen Täter. Mit neuen Fahndungsplakaten und einer Belohnung von 5000 Euro hoffen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei, den tatverdächtigen Vater endlich zu fassen.

Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort von Hassan Fayas Gyndy geben?

Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort von Hassan Fayas Gyndy geben?

Hassan Fayas Gyndy, heute 54 Jahre alt, soll seine damals schwangere Tochter Zare Gyndy am 4. Januar 2017 in Köln ermordet haben. Nach bisherigen Erkenntnissen tötete er die 19-Jährige offenbar mit einem Messer; zudem fanden Rechtsmediziner Würgemale an der Leiche. Als Tatort gilt der Sportpark in Höhenberg. Anschließend soll er die Leiche im Familienkombi in eine Garage hinter dem Wohnhaus in der Wichheimer Straße in Buchheim transportiert haben.

Polizei hofft auf entscheidende Hinweise

Zwei Tage nach der Tat rief Gyndy bei der Polizei an. „Ich habe meine Tochter umgebracht“, soll er gesagt haben, und nannte die Adresse der Garage – dann legte er auf. Polizisten fanden die Leiche der jungen Frau im Auto der Familie. Danach floh Gyndy in seine Heimat, den Irak, und meldete sich von dort erneut bei der Polizei – gab dabei an, wo sich die Leiche befand. Seitdem ist sein Aufenthaltsort unbekannt. Seit Januar 2017 liegt ein Haftbefehl wegen Mordes vor.

Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort von Hassan Fayas Gyndy geben?

Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort von Hassan Fayas Gyndy geben?

Als Tatmotiv kommt laut den Ermittlern infrage, dass Gyndy aufgrund seines jesidischen Glaubens nicht mit der Lebensführung seiner Tochter einverstanden gewesen sein soll. Die Familie lebte Nachbarn zufolge seit vielen Jahren zurückgezogen in der Siedlungsanlage. Zare Gyndy soll das älteste von vier Kindern gewesen sein.

Gyndy ist 1,64 Meter groß und von hagerer Statur. Er hat weißgraues Haar und braune Augen. Auf dem rechten Handrücken und auf der rechten Oberlippe soll er Narben haben.

Die neuen Fahndungsplakate sind auf Deutsch und Kurdisch verfasst. Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Tatverdächtigen führen.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 44 unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an mkzafira.koeln@polizei.nrw.de entgegen.