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Vor Eingliederung erschaffenMülheimer Stadtgartenweiher ist einer der kleinsten Weiher Kölns

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16.08.2024 Köln. Der Mülheimer Stadtgartenweiher im Mülheimer Stadtgarten. Foto: Alexander Schwaiger

Der Mülheimer Stadtgartenweiher im Mülheimer Stadtgarten.

Der Weiher im Mülheimer Stadtgarten ist eine kleine Oase im Stadtteil. Entstanden ist er, um Industriearbeitenden einen Erholungsort zu bieten.

Der Mülheimer Stadtgarten ist gemeinsamer Lebensraum und das gewissermaßen öffentliche Wohnzimmer des Veedels: An manchen Abenden liegt eine Rauchwolke über dem Park, weil viele Menschen dort grillen. An anderen Tagen läuft Musik unterschiedlicher Kulturen und es wird getanzt. Fast immer wird Boule oder Tischtennis gespielt. Und manchmal ist der Park auch einfach eine ruhige, grüne Oase zwischen all den grauen Gebäuden.

Ein wichtiger Teil des Stadtgartens, der ihn zu einem Ort der Entspannung und des Durchatmens macht, ist der kleine Parkweiher mit seinem Springbrunnen und den quakenden Enten und schnatternden Gänsen. Mit einer Wasserfläche von 0,2 Hektar, einem Wasservolumen von 1.708 Kubikmetern und einer Maximaltiefe von 1,2 Metern ist der Mülheimer Stadtgartenweiher einer der kleinsten Weiher in Köln. Doch er ist ein kleines Stück Natur in Mülheim und trägt die Geschichte des Stadtteils in sich.

16.08.2024 Köln. Der Mülheimer Stadtgartenweiher im Mülheimer Stadtgarten. Foto: Alexander Schwaiger

Wiesen und Baumgruppen umgeben den Weiher.

Köln-Mülheimer: Stadtgartenweiher ist einer der kleinsten Kölns

Denn den Weiher gab es – ebenso wie den gesamten Stadtgarten – bereits, bevor Mülheim mit seinen Industriebetrieben 1914 zu Köln eingemeindet wurde. Damals wollte man mit dem Stadtgarten laut den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (Steb Köln), die seit 2017 für die Kölner Weiher zuständig sind, einen Ort erschaffen, „an dem die Arbeiterinnen und Arbeiter der Enge ihrer Mietskasernen entrinnen und sich im Grün einer Parkanlage erholen konnten“.

In den Jahren 1912/1913 wurde der Parkweiher angelegt, laut dem Geografischen Institut der Universität zu Köln in einer ehemaligen Niederung der Strunde, an der Stelle eines ehemaligen Mühlenteichs. Das Denkmal für Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (1658–1716), der auch Jan Wellem genannt wurde, wurde 1914 vom Kölner Bildhauer Eduard Schmitz aus Bronze gefertigt. Es ist nordöstlich im Stadtgarten, an der Jan-Wellem-Straße, zu finden. Der Mülheimer Stadtgarten wurde 1928 dann nach einem Entwurf des Gartenarchitekten Theodor Nußbaum nach Norden bis in Richtung Wiener Platz erweitert.

Mülheimer Stadtgartenweiher dient als Naherholungsort im Veedel

Weite Wiesen und Baumgruppen mit Birken, Erlen, Eschen, Eichen und Buchen umgeben den Weiher. 2013 wurde der Parkweiher laut Steb Köln erstmals saniert und 2016 wurden zudem ein Schaumsprudler und ein Grundwasserbrunnen installiert, um den Sauerstoffgehalt zu stabilisieren.

2020 hat die Steb die ausgespülten Bereiche der Versickerungszone erneuert: „Diese wurden eingefasst und mit Kiessubstrat und sogenannten Xylitwalzen versehen. Durch deren Einsatz wird der Nährstoffgehalt und somit das Algenwachstum im Weiher auf natürliche Weise reduziert.“

Heute ist der Weiher ein ruhiger Rückzugsort im dicht bebauten Mülheim. Auf den Wiesen und Bänken lässt sich verweilen, während im Hintergrund das Plätschern des Wassers und die Geräusche des Veedels zu hören sind. Vom Palmengarten aus bietet sich ein Blick auf den Weiher.