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Nach ZeltbrandCircus Charles Monroe schenkt Kölner Feuerwehr 200 Freikarten

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Zwei Frauen und zwei Männer stehtn neben einem Kind, das als Clown verkleidet ist, vor einem Zirkuszelt.

Die Circus-Familie Charles Monroe will auch in der Manege den Helfern der Feuerwehr ihren Respekt bekunden.

Nach zwei Bränden möchte sich die Artisten-Familie Monroe bei ihren Rettern und Unterstützern mit einer Gratisvorstellung in Sülz bedanken.

Nachdem im Mai dieses Jahres ein Brand im Circus Charles Monroe Clowns & Company zu einem Schaden von rund 35.000 Euro führte (wir berichteten), reagiert das Familienunternehmen mit einer ungewöhnlichen Spende: Der Kölner Feuerwehr werden für eine Sondervorstellung am 27. September 200 Freikarten zur Verfügung gestellt. Auch weitere Unterstützer sollen mit der Show an der Ecke Berrenrather Straße/Militärring geehrt werden. „Die Ermittlungen zum Geschehen laufen noch. Wir müssen abwarten, was die Beamten herausfinden“, erklärt Junior-Chef Marco Monroe.

Bereits 2024 brannte das Zirkuszelt. Glücklicherweise wurden bei den Bränden keine Menschen und Tiere verletzt. Vorausgegangen waren Drohungen an die Monroes, die in Polizeischutz mündeten. „Fünf Monate nach dem Ablauf dieser Maßnahme stand unser Zelt in Flammen. Wir wissen, dass es seinerzeit Brandstiftung war. Es gibt Videos, die eine Person als Täter identifizieren, doch durch ein Alibi treten diese Aufnahmen rechtlich in den Hintergrund“, berichtet der 32-Jährige im Gespräch mit dieser Zeitung. Über die Hintergründe der Beinahekatastrophen kann nur spekuliert werden. So sind neben einer Verkettung unglücklicher Umstände auch der Konkurrenzkampf im Geschäft oder eine Tat radikaler Tierschützer nicht ausgeschlossen. Letzteres mag sich in der Familie jedoch niemand vorstellen.

Auf einer Wiese steht ein Zirkuszelt mit Anhängern drumherum.

Im Monat August gastiert der Circus Charles Monroe noch auf den Poller Wiesen.

Zu den Attraktionen des Zirkus gehören auch zwei Ponys, ein Friesen-Pferd, zwei Lamas, fünf Hunde und einige Hühner. Seit sechs Generationen gehören zum Zirkus auch Tiere. Gerade bei den jüngsten Besuchern stünden die Vierbeiner hoch im Kurs, weil das Streicheln ausdrücklich erlaubt sei. Ältere Menschen erinnere die Ankunft des Wagentrosses an die eigene Kindheit und die damit verbundene Aufregung, so die Veranstalter. „Nirgendwo wird so sehr auf die Sicherheit und Gesundheit von Tieren geachtet wie bei den Überprüfungen beim Zirkus – es ist dahingehend das bestüberwachte Unternehmen, das es gibt. An jedem Ort, an dem wir gastieren, kommt das Veterinäramt zur Kontrolle“, betont Charles Monroe.

Sein Sohn Marco betont die Transparenz der Arbeit und die gute Verfassung der Tiere. Dies sei für jedermann ersichtlich. Dagegen würden in Privathaushalten neben Pferden oder Hunden unüberschaubar viele Wildtiere wie etwa Echsen, Schlangen sowie Spinnen gehalten, deren Lebensbedingungen in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen würden. Die Gratis-Aktion verstehen die Monroes zudem als Signal für den Zusammenhalt in der Kulturlandschaft. „Uns geht es nicht nur um unseren Zirkus. Es sieht leider so aus, als könnte es im nächsten Jahr schwierig werden, überhaupt noch Flächen bewilligt zu bekommen, weil die Stadt der Vergabe ihrer Areale immer kritischer gegenübersteht. Dabei spielen unter anderem Beschwerden aus der Bevölkerung eine Rolle. Es geht um die hinterlassenen Spuren, wie beispielsweise Verfärbungen des Bodens. Dabei wachsen die Stellen, auf denen unsere Wagen und das Zelt stehen, nach einigen Wochen wieder zu“, wundert sich Marco Monroe. „Wir möchten zeigen, dass es uns trotz der vielen Schwierigkeiten noch gibt und Zirkus mit all seinen Facetten generell zum kulturellen Leben Kölns gehört“, sagt der Trapezkünstler, Clown, Zauberer und Geschäftsmann.


Tiere im Zirkus In Deutschland sind Tiere im Zirkus nach Haltungsvorschriften des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft erlaubt. In anderen europäischen Ländern ist die Haltung von Tieren dagegen eingeschränkt oder, wie etwa in Griechenland, Italien und auf Malta, unabhängig von Wild- oder Haustieren, verboten (Quelle: www.peta.de).

Circus Charles Monroe, Termine: 4. bis 13. September, Merheimer Straße an der Hochbahn (Nippes/Mauenheim), 25. September bis 4. Oktober, Berrenrather Straße/Ecke Militärring (Sülz), Spielzeiten: freitags und samstags ab 16 Uhr, sonntags ab 11 Uhr, Weihnachts-Circus, Liebiggelände (Ehrenfeld), 18. Dezember bis 03. Januar, Telefonische Kartenreservierungen: 0178 8354446, www.circus-charlesmonroe.de