Manfred Söntgen hat den Hitstar-Hype zum Anlass genommen, ein kölsches Musikspiel zu entwickeln.
Playlist KölschNeues Spiel rund um die Kölner Musikszene

Der Kölner Spielemacher und Musikfachmann Manfred Söntgen (links) testet im Freundeskreis in der Kneipe Torburg das neue Musikspiel „Playlist Kölsch“.
Copyright: Alexander Schwaiger
Das Spiel ist seit seiner Veröffentlichung 2022 ein absoluter Hit und von Jurys mit Preisen bedacht worden. Das Manager-Magazin berichtete vom „Hype um ein Partyspiel“, der scheinbar ungebrochen ist. „Hitstar“ ist ein Wissens- und Ratespiel, bei dem es Popmusik geht, ein generationsübergreifender Riesenspaß für den heimischen Küchentisch wie auch für größere Gruppen. Der Erfolg hat dazu geführt, dass der Verlag Jumbo Spiele zahlreiche Erweiterungen auf den Markt gebracht hat. So gibt es mittlerweile einige Spezialeditionen für die Popmusik in verschiedenen Ländern von der Schweiz bis Skandinavien sowie für bestimmte Sparten wie den deutschen Schlager oder Weihnachtslieder. Nur einen lukrativen Markt hat der Verlag offenbar bislang nicht im Blick gehabt.
Warum gibt es so etwas nicht auf Kölsch?
„Warum gibt es so etwas nicht auch auf Kölsch?“, hat sich sicher nicht nur der Kölner Manfred Söntgen gedacht, als er mit Freunden und Freundinnen in einer Kneipe über den Trend der Musikspiele diskutierte. „An dem Abend wurde mir aufgetragen, mich persönlich darum zu kümmern“, erinnert er sich. Der Freundeskreis hielt den Gründer des kleinen Kölner „Pänz Verlags“ und Verleger der Kinderbuchreihe „Meine ersten kölschen Lieder“ für den richtigen Mann für diese Aufgabe. Nun holt der Kenner der kölschen Szene nach, was die Hitstar-Erfinder versäumten: Er hat ein kölsches Musikspiel auf den Markt gebracht.
Die Spielregeln von „Playlist Kölsch“ unterscheiden sich ein wenig vom internationalen Erfolgsspiel. Die Kölner Variante arbeitet nicht wie Hitstar mit QR-Codes, die zu bestimmten Liedern führen. Da ist die kölsche Variante etwas unaufwändiger. Aber die spielentscheidende Idee, ein Set mit Fragen- und Aufgabenkarten mit dem Anhören von Musik zu verbinden, sorgt auch bei „Playlist Kölsch“ für großen Spaß. Das macht auch beim Kölner Musikspiel die Verbindung zum Streaming-Anbieter Spotify möglich. Söntgen hat drei Listen mit hunderten kölschen Liedern von Willi Ostermann bis Cat Ballou zusammengestellt. Ein Team am Tisch wählt einen Titel von der Spotify-Playlist aus und spielt ihn an. Die anderen müssen Titel und Künstler raten, Schätzfragen lösen und Wissensfragen zu Liedern und Bands der kölschen Szene beantworten.
Alles zum Thema Cat Ballou
- Playlist Kölsch Neues Spiel rund um die Kölner Musikszene
- Letztmals zwei Abende „Jeck sin, lache, Musik mache“ findet künftig nur am Samstag statt
- Karneval Mehr als 4000 Jecke feierten das zehnjährige Jubiläum von „Arena Alaaf“ in Gummersbach
- „Keine Dönerbude“ KVB startet Kampagne für Essensregeln in Bus und Bahn
- Dreigestirn proklamiert Sinnersdorf ist beim Karneval der Nabel der Welt
- Karneval Zehn Jahre „Arena Alaaf“ in Gummersbach – Seit dem Start traten 48 Acts auf
- Vorbereitungen laufen Grünes Licht der Stadt Hürth für die „Kölsche Nacht“ steht noch aus

Um „Playlist Kölsch“ spielen zu können, braucht man eine Möglichkeit, kölsche Musik über Spotify abzuspielen.
Copyright: Alexander Schwaiger
Die richtige Mischung für die Titelauswahl zu finden, sei schwierig gewesen, so Söntgen. Unzählige Testspiele in der Südstadt-Kneipe „Torburg“ hätten ihn früh zu der Erkenntnis gebracht, dass eine Playlist für das Spiel nicht reicht. So gibt es auch eine „Playlist Kölsch Light – zum Üben“ für Menschen, die sich vielleicht nicht so gut auskennen, und eine etwas herausfordernde Liste „für Profis“. Da ist es nicht immer ganz so leicht, wenn eine Aktionskarte zum Mitsingen auffordert. Was reimte sich nochmal auf Zeltingers „Asi mit Niveau“? Und was machten die Hummeln und Mücken in Karl Berbuers Camping-Leed? Die Liste für die Profis beinhaltet sogar schon einige der mutmaßlichen Hits der aktuellen Session von den Domstürmern über Druckluft, Miljö und Planschemalöör bis Kasalla. Söntgen ist es gelungen, die bunte Vielfalt der kölschen Szene auch jenseits des Karnevals abzubilden.
Das Spiel „Playlist Kölsch“ mit über 150 Quizfragen gibt es im Buchhandel und in Online-Shops. Es kostet 14,90 Euro. Um es zu spielen, braucht einer der Spieler einen Spotify-Account.

