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Keine Angaben zum MittäterRaubüberfall auf Taxifahrer in Porz – Angeklagter gesteht die Tat

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Der Angeklagte zwischen Verteidigerin und Verteidiger vor Gericht

Der Angeklagte gestand die Tat, wollte aber keine Auskunft über Mittäter oder Tippgeber geben.

Im Februar 2023 überfielen zwei Männer einen Taxifahrer und raubten ihm über 6000 Euro. Ein Angeklagter gab die Tat vor Gericht zu.

„Es ging nicht mehr, ich konnte nicht mehr arbeiten“, sagte am Montag ein früherer Taxifahrer im Kölner Landgericht, als er im Zeugenstand den Raubüberfall schilderte, dem er im Februar 2023 zum Opfer gefallen war. Damals blieben ihm nur noch anderthalb Jahre bis zur Rente. Doch sich beruflich wieder ans Steuer zu setzen, hatte keinen Zweck. Zu groß war die Angst, erneut überfallen zu werden. Auf die Frage des Vorsitzenden Richters, ob er psychologische Hilfe in Anspruch genommen habe, sagte der Zeuge kauzig: „Ich bin Diabetiker und nehme genug Tabletten.“

Vor dieser Zeugenaussage hatte der Angeklagte, der 25-jährige Mirco T. (Name geändert), über seinen Verteidiger ein Geständnis abgelegt. Sämtliche Vorwürfe – von Raub über räuberische Erpressung bis zu gefährlicher Körperverletzung – träfen zu.

Täter lauerten Taxifahrer in Porz auf

Die Anklage und die Angaben des Hauptzeugen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Am 8. Februar gegen vier Uhr morgens kam der Taxifahrer, der 6000 Euro Bargeld in seiner Jackentasche bei sich trug, aus einem Café in Porz, überquerte die Hauptstraße und ging zu seinem Wagen, den er auf dem Parkplatz des Porzer Berufskollegs abgestellt hatte. Dort warteten der Angeklagte und ein unbekannter Mittäter auf ihn, beide jeweils mit einem Schal und einer Kapuze maskiert, und fragten, ob er sie mitnehmen könne.

Nachdem er dies abgelehnt hatte, stieß der unbekannte Komplize ihn zu Boden. Mirco T. setzte sich auf ihn und drohte: „Wo ist das Geld? Ich töte dich.“ Der Taxifahrer gab ihm seine Börse mit den Einnahmen; fraglich ist, wie viel Geld es war, womöglich 290 Euro. Danach griff der Angeklagte gezielt in die Jackeninnentasche seines Opfers und holte die 6000 Euro heraus. „Es war Selbstbedienung“, sagte der Zeuge. Auch zwei Mobiltelefone wurden ihm entwendet. Unklar blieb, ob er sie unter der Bedrohung herausgegeben hatte oder sie beim Sturz auf den Boden herausgefallen waren. Beide Täter schlugen den Mann mit Fäusten auf den Kopf und ins Gesicht.

Angeklagter verschweigt Tippgeber und Mittäter

Zu gerne würde der ehemalige Taxifahrer herausbekommen, von wem der Tipp gekommen war, dass er an jenem Tag so viel Bargeld bei sich hatte. Dazu schwieg Mirco T. jedoch beharrlich. Auch den Namen des Komplizen wolle sein Mandant nicht preisgeben, denn es sei ein Familienmitglied, sagte der Verteidiger. Viel lieber wäre es ihm gewesen, zu wissen, wer der Tippgeber war, als auf das Angebot eines Täter-Opfer-Ausgleichs einzugehen, sagte der Zeuge. Schließlich schlug er doch noch ein. Der Angeklagte zahlt ihm in zwei Tranchen 6000 Euro. 

Das umfassende Geständnis und der Täter-Opfer-Ausgleich waren die Bedingungen für eine Strafverringerung, der die 11. Große Strafkammer in einem Rechtsgespräch zugestimmt hatte. Der Vorsitzende Richter stellte zwei bis zweieinhalb Jahre Haft in Aussicht – unter Einbeziehung einer früheren Strafe. Voriges Jahr hat das Kölner Landgericht den Angeklagten wegen versuchten Raubes zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Im Dezember 2022, kurz vor Weihnachten, hatte er auf der Straße spontan den Entschluss gefasst, aus dem Lieferwagen eines Zustellers Pakete mit wertvollen Elektronikartikeln zu entwenden. Daraus wurde nichts, weil in dem Wagen nur wenige kleine Pakete mit Inhalt von geringem Wert lagen.

Im aktuellen Prozess soll das Urteil am Mittwoch verkündet werden.