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Sinnesgarten und LaufstreckeIn Porz helfen Unternehmen Kindergärten und Wohngruppen

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Mehrere Männer arbeiten mit Schaufeln in einer Grünanlage. Sie haben auch zwei Schubkarren dabei.

Der Porzer Ortsverband des THW legt für eine Wohngruppe der Alexianer einen Sinnesgarten an.

Der Aktionstag der Porzer Wirtschaft ist ein Beispiel für gelebte Gemeinwohl-Arbeit. Dieses Mal profitierten 23 Einrichtungen vom Engagement. 

Hacke, Schaufel, Spaten, Schubkarre – und los legte das Team vom Ortsverband Porz des Technischen Hilfswerks (THW). Im Park von Haus Monika der Alexianer Köln haben sie zusammen mit anderen Abteilungen bei den Alexianern, wie der Klostergärtnerei, einen Sinnesparcours angelegt. Die Idee für den Parcours geht auf Kirsten Weller, Pflegedienstleitung der Alexianer Pflegeeinrichtungen, zurück. In Haus Monika leben unter anderem jüngere Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen. Für sie soll der neue Naturerfahrungs- und Wahrnehmungsweg Bewegung, Aktivierung und Teilhabe im Alltag fördern. Mit Holz, Steinen, Sand, Erde und unterschiedlichen Bodenstrukturen macht der Parcours Wahrnehmung, Körpergefühl, Gleichgewicht und Orientierung erfahrbar. Er ist so gedacht, dass Menschen ihn auf verschiedene Weise erleben können: gehend, tastend, spürend, begleitet oder im Rollstuhl.

Mehr als 150 Projekte im Stadtbezirk seit 2018 umgesetzt

Hilfe bei der Umsetzung haben die Alexianer durch die Porzer Bürgerstiftung gefunden. Die hat vor einigen Jahren den Aktionstag für die Wirtschaft ins Leben gerufen. Der bringt Unternehmen, Vereine, Einrichtungen und engagierte Menschen im Stadtbezirk Porz zusammen. Ziel ist es, die Menschen in Porz intensiver miteinander zu vernetzen. Der Grundgedanke dabei: Unternehmen stellen für einen Tag einen oder mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frei, um in sozialen Einrichtungen in Porz ehrenamtlich Projekte umzusetzen. Im Vorfeld des Aktionstages werden im Rahmen einer Projektmesse die Arbeiten abgesprochen und vereinbart. Dabei können die Unternehmen die sozialen Einrichtungen frei wählen. Seit 2018 sind bereits mehr als 150 Projekte mit über 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern entstanden. Beim diesjährigen Aktionstag wurden 26 Projekte mit 23 Einrichtungen und 26 Unternehmen, Vereinen und privaten Personen realisiert.

Flughafen-Mitarbeiter legen  Laufstrecke an am Gut Leidenhausen

So haben etwa die „Herzwerker_innen“ des Fördervereins der Sparkasse Köln Bonn Kissen in Form von Eulen genäht. Die Kissen werden gegen eine Spende abgegeben. Diese kommt wiederum der Greifvogelschutzstation auf Gut Leidenhausen zugute. Ebenfalls in, genauer gesagt um Gut Leidenhausen ist der Köln-Bonner Flughafen aktiv gewesen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halfen bei der Einrichtung einer neuen Laufstrecke. Die ist von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln gemeinsam mit dem Laufsportverein Porz und dem Leichtathletikverband entwickelt worden.

Ein Junge lackiert eine Holzfläche mit einem breiten Pinsel.

Fleißig mit angepackt haben auch die Kinder der Kita Himmelsstürmer.

Am Aktionstag übernahmen die freiwilligen Helferinnen und Helfer des Flughafens die praktische Umsetzung vor Ort. Entlang der Strecke wurden unter anderem Bodenmarkierungen angebracht und Übersichtsschilder montiert. Für die Bewohner des Hauses Stephanus, einer Wohngemeinschaft bei den Alexianern, in der rund 50 Menschen mit Schädelhirnverletzungen leben, wurde zudem ein Besuch im Kölner Zoo ermöglicht.

Himmelsstürmer-Kinder helfen tatkräftig mit

„Seit vielen Jahren ist der Aktionstag fester Bestandteil unseres Engagements in der Nachbarschaft“, sagt Alexander Weise, Leiter Strategie und Unternehmenskommunikation bei der Flughafen Köln/Bonn GmbH. „Für die Mitarbeitenden des Flughafens ist er jedes Jahr eine schöne Gelegenheit, direkt vor Ort etwas zu bewegen – von gelebter Inklusion bis zu mehr Bewegung und Naturerlebnis.“

Bewegen können sich auch die Kinder in der Kita Himmelsstürmer in Porz. Im vergangenen Jahr konnte zusammen mit dem Flughafen eine Bobby-Car-Rennstrecke auf dem Gelände an der Helmholtzstraße 11 angelegt werden. Die sollte in diesem Jahr um zwei „Tankstellen“ und eine „Waschanlage“ erweitert werden. Krankheitsbedingt konnte der Projektpate kein Personal abstellen, weswegen ein paar Väter sich der Sache annahmen. Mit größtenteils gesponsertem Material von Home Instead und tatkräftiger Unterstützung von ihren Kindern wurde das Projekt umgesetzt.