Köln – Anders als im Umland ist das Gewitter und die damit einhergehenden heftigen Regenfälle in der Nacht zu Freitag in Köln ohne Folgen geblieben. Die Feuerwehr hatte keine unwetterbedingten Einsätze zu verzeichnen. Kölner Einsatzkräfte halfen allerdings mit Sandsäcken im stark betroffenen Lohmar aus.
Bei der Bahn gibt es wetterbedingt noch einige Verspätungen. Auf der Strecke zwischen Köln-Hansaring und Marienheide fahren die Züge mit verminderter Geschwindigkeit, weil die Gleise noch auf heruntergefallene Äste und andere Behinderungen kontrolliert werden müssen. Der Bahnhof in Königswinter ist seit Mitternacht wieder geöffnet. Der Haltepunkt war am Donnerstagmittag gesperrt worden, nachdem Schlamm und Wasser die Gleise überflutet hatten. Auch hier fahren die Züge langsamer als üblich.
Nach der Hitze am Anfang der Woche waren am Donnerstagmittag schwere Unwetter über das Rheinland gezogen. In Köln waren die südlichen Stadtteile im Rechtsrheinischen besonders schwer betroffen. In der Kupfergasse in Porz holten die Einsatzkräfte einen Mann aus einer überfluteten Tiefgarage. Das Umland war zum Teil noch schwerer betroffen, deshalb haben die Feuerwehr Bergisch-Gladbach und die Feuerwehr Hennef um Unterstützung aus Köln gebeten.
Ab 13 Uhr wurden der Leitstelle der Feuerwehr Köln innerhalb von nur einer Stunde rund 50 Einsatzstellen gemeldet. 14 Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr, Fahrzeuge von drei Berufsfeuerwachen und der Führungsdienst waren im Einsatz.
In der Kupfergasse in Porz überfluteten die Wassermassen die Tiefgarage und die Keller zweier Häuser. In der Tiefgarage fanden die Einsatzkräfte einen Mann, der seine Katze suchte. Mitarbeiter der Rheinenergie mussten den Strom in der Kupfergasse und in Teilen der Frankfurter Straße abschalten, weil die Anschlusskästen zweier Häuser beschädigt wurden und sich unter Wasser befanden.
Auch die Breslauer Straße in Urbach wurde komplett überflutet, die Wassermassen füllten außerdem die Keller zweier Häuser bis zur Decke. Die Feuerwehr errichtete eine Sandsackbarriere, um zu verhindern, dass die Erdgeschosswohnungen volllaufen.
Drei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Köln sowie ein Sonderfahrzeug der Feuerwache Weidenpesch waren als Hilfe in Bergisch Gladbach im Einsatz. Zwei Löschgruppen unterstützen die Feuerwehr in Hennef. (ksta)