Auf dem ehemaligen Fabrikgelände von Stollwerck in Porz baut der Immobilien-Entwickler Panattoni nun einen Gewerbepark und einen Logistik-Standort.
Wirtschaftsstandort PorzPanattoni bebaut ehemaliges Stollwerck-Areal

Zusammen am Spaten: Fabian Bongarts und Fabio Kirchgeßner von Panattoni, Manfred Janssen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Köln, Recayi Aslan und Anja Moses von Panattoni (von links nach rechts).
Copyright: René Denzer
Wo einst Stollwerck Schokolade hergestellt hat, entwickelt Panattoni einen Gewerbe- und Logistik-Standort. Auf dem rund 69.400 Quadratmeter großen Grundstück im Porzer Stadtteil Westhoven werden zwei unterschiedliche Gebäudetypen gebaut. Zum einen eine Logistikimmobilie, der Panattoni Park Köln Ost, und zum anderen ein Gewerbepark, mit dem Namen City Dock Köln Ost. Zusammen bilden sie den Panattoni Campus Köln Ost mit mehr als 42 000 Quadratmetern Mietfläche.
Panattoni-Park Köln Ost und City Dock Köln Ost entstehen in Porz
Mit dem Spatenstich hat der Logistik-, Industrie- und Gewerbeimmobilienentwickler Panattoni nun mit dem Bau des City Dock Köln Ost begonnen. Im Spätsommer dieses Jahres soll der Baubeginn für den Panattoni Park Köln Ost folgen. Die Fertigstellung beider Gebäudekomplexe ist für das kommende Jahr geplant. „Unsere Mission: ein Nutzungsmix aus Gewerbe, Light Industrial und Logistik – für das Stollwerck-Gelände und damit für die gesamte rechtsrheinische Region“, sagt Fred-Markus Bohne, Managing Partner Panattoni DACH & Nordics. Das ehemalige Industrieareal berge dafür viel Potenzial. Was schon zuvor mit der Schokoladenfabrik ein wirtschaftlicher Motor für die Stadt war, soll auch künftig wieder einen Mehrwert für die Wirtschaft von Köln und optimale Wachstumschancen für regionale, nationale und auch internationale Unternehmen sein.

So soll der Gewerbepark eines Tages aussehen.
Copyright: Visualisierung: Panattoni
Die direkte Nähe zur A4 sowie die kurzen Wege zur A3, A59 und A559, die Nähe zum Flughafen und zum Güterverkehrszentrum Eifeltor waren ebenfalls ausschlaggebend für den Panattoni Campus Köln Ost. „Mit dem Campus Köln Ost investiert Panattoni erneut in unserer Stadt und entwickelt aus einem Stück Kölner Industriegeschichte einen modernen, nachhaltigen Gewerbecampus mit flexibel nutzbaren Flächen für Logistik, Handel, Handwerk und Startups“, sagt Manfred Janssen, Geschäftsführer der Kölnbusiness Wirtschaftsförderungs GmbH. Das Projekt in Westhoven sei ein weiteres Beispiel dafür, wie bestehende Industrieareale neu genutzt werden können, „um den Standort Köln nach vorn zu bringen“.
Auf dem Gelände lag das Präsidium des Kölner Tatorts
Die Schokoladenfabrik Stollwerck hat bis zum Jahr 2005 im Stadtteil Westhoven Schokolade für den Weltmarkt produziert. Bis zum Jahr 2015 waren noch die Produktentwicklung und die Verwaltung dort angesiedelt. Seitdem waren große Teile der Büroflächen vermietet. Andere Gebäude und das Gelände dienten als Drehort des WDR und als Kulisse für den Kölner Tatort, das ehemalige Verwaltungsgebäude wurde zum TV-Präsidium. Im Rahmen der Bauvorbereitung wurden bestehende Gewerbehallen und Bürogebäude auf dem Stollwerck-Gelände zurückgebaut.
Durch die Entwicklung des Areals rechnet die Porzer Politik mit mehr Lkw-Verkehr. Aber bereits heute sei die fehlende Gehwegführung in der östlichen Stollwerckstraße ein Sicherheitsrisiko. Ab der Kölner Straße sei kein durchgehender Gehweg vorhanden. „Dies zwingt Fußgängerinnen und Fußgänger entweder auf der Seite ohne Gehweg zu laufen oder die Straße auf Höhe eines stark frequentierten Discounters ohne Querungshilfe zu überqueren“, heißt es in einem Antrag, den die SPD im vergangenen Jahr in die Bezirksvertretung Porz eingebracht hat. Angesichts der zunehmenden Verkehrsbelastung durch Schwerlastverkehr sei eine sichere Wegeführung für den Fußverkehr „zwingend erforderlich“. Unabhängig von dem, was eine Prüfung ergibt, hatte die Bezirksvertretung Porz zwischen der Kölner Straße und der Straße Am Westhover Berg einen durchgehenden, ausreichend dimensionierten Gehweg gefordert. Damit soll die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger gewährleistet werden.
