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„Lage bleibt angespannt“Rhein-Pegel auf Rekordtief – auch in Köln droht neuer Tiefstwert

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Niedrigwasser des Rheins

Das Niedrigwasser am Rhein hat mancherorts einen Rekordwert erreicht.

Der Wasserstand des Rheins war schon im August so niedrig wie noch nie. Nun zeigt eine Messstation einen neuen historischen Tiefstand an.

Das seit Wochen herrschende Niedrigwasser des Rheins hat ein Rekordtief erreicht. An dem für die Schifffahrt wichtigen „Nadelöhr“ in Kaub bei Mainz fiel der Pegelstand auf 2 Zentimeter – das sind 5 Zentimeter unter dem bisherigen Tiefstwert vom 17. August, wie aus Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein (WSA) hervorgeht. „Die Lage bleibt weiterhin angespannt“, sagte ein Sprecher.

Fahrrinne für Schiffe verengt sich weiter

Auch an einigen Messstationen in Nordrhein-Westfalen werden in den nächsten Tagen historische Tiefstände erwartet. So soll der Pegelstand in Düsseldorf laut Prognose am Samstag wieder ins Negative abgleiten und noch unter den August-Wert von minus 1 Zentimeter fallen. Auch in Duisburg-Ruhrort könnte der bisherige Tiefststand von 129 Zentimetern am Samstag unterschritten werden.

In Köln betrug der Pegelstand am Freitag 49 Zentimeter. Das bisherige Rekordtief von 45 Zentimetern könnte am Montag wieder erreicht werden. Die Pegelstände des Rheins der verschiedenen Messstationen sind nicht direkt miteinander vergleichbar, da es keinen einheitlichen Nullpunkt für alle gibt.

Nachhaltige Entspannung nicht in Sicht

Das Niedrigwasser macht der Schifffahrt seit Monaten zu schaffen. Frachtschiffe können nur noch mit deutlich eingeschränkter Ladung fahren. „Die zur Verfügung stehende Fahrrinnentiefe bleibt eingeschränkt und reduziert sich durch die Entwicklung der Pegelstände somit weiter“, sagte der WSA-Sprecher.

Nach Einschätzung der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) ist eine nachhaltige Entspannung der Niedrigwassersituation aktuell weiterhin nicht in Sicht. Möglicherweise könnten für die erste Oktober-Woche angesagte Niederschläge vorübergehend etwas Entlastung bringen. (dpa/red)