Rückstau am KreiselAufregung wegen Teilsperrung der Rodenkirchener Hauptstraße – das steckte dahinter

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Ein Kreisel mit Autos und der gesperrten Rodenkirchener Hauptstraße.

Die Rodenkirchener Hauptstraße war in eine Richtung gesperrt.

Nach der Sperrung einer Straße in Köln-Rodenkirchen haben viele Anwohner eine vorgezogene Einbahnstraßenregelung vermutet.

Erst letzte Woche entbrannte in den sozialen Netzwerken ein kleiner Aufruhr, weil die Kreuzung stadtauswärts auf der Rodenkirchener Hauptstraße ab Höhe Barbarastraße mit einer Bake provisorisch gesperrt war. Es wurde vermutet, dass der von den Grünen mehrheitlich angenommene Wunsch, eine Einbahnstraßenregelung stadtauswärts zu prüfen, bereits „versuchshalber“ umgesetzt wurde.

Zum Hintergrund: In der Sitzung im August letzten Jahres wurde mehrheitlich die Prüfung erbeten, ob die Rodenkirchener Hauptstraße ab dem Kreisel Maternusstraße, bis zum Ortsausgang, in eine Einbahnstraße Richtung Innenstadt umgewandelt und die gewonnene Fahrbahnfläche für eine Zwei-Richtungsradspur genutzt werden kann.

Sperrung als Notfallmaßnahme der Rhein-Energie in Köln

Die gewünschte Untersuchung soll Aufschluss darüber geben, ob die Straße dafür breit genug ist und welche Kosten entstehen und wie die Verkehrsströme umgeleitet werden können. Aus der Bürgerschaft wurde zu dem Termin bereits eine Unterschriftenliste von Anwohnern, Geschäftsleuten und ortsansässigen Dienstleistern überreicht, die sich gegen eine Sperrung wehren.

Die kurzfristige Sperrung in der letzten Woche hatte mit einer Versuchsführung allerdings nichts zu tun. Die erhitzten Gemüter konnten beruhigt werden. „Es handelte sich um eine Notfallmaßnahme der Rhein- Energie bis zum 12. Mai“, teilte die Stadt nach Rückfrage mit. Es gab Probleme mit den Stromleitungen und es musste ein Saugbagger eingesetzt werden. Dennoch befürchten die Geschäftsleute und Anwohner genau den Rückstau, der sich durch die provisorische Sperrung zeigte.

Mithilfe gefragt: Kölner und Kölnerinnen sollen Fragebogen ausfüllen

In Zusammenarbeit mit dem Treffpunkt Rodenkirchen und dem Dachverband der Kölner Interessengemeinschaften Veedellieben untersucht die IHK Köln derzeit, wie sich der Prüfauftrag zur Einbahnstraße auf die Unternehmen im Stadtteil Rodenkirchen und Umgebung, seine Erreichbarkeit für Personen und Güter und die Qualität des Standorts auswirkt.

Geschäftsleute werden um Mithilfe gebeten, einen entsprechenden Fragebogen zur Evaluierung der Wünsche der Rodenkirchener noch bis zum Sonntag, 21. Mai, online auszufüllen. Rückfragen können an Christopher Köhne, Verkehrspolitik, Logistik, Mobilität, per E-Mail (christopher.koehne@koeln.ihk.de) gestellt werden.

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