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Blitzer reicht nicht ausLokalpolitiker drängen auf verdeckte Messungen in Zollstock

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Blitzer an der Vorgeirgstraße

Derzeit wird auf der Vorgebirgstraße geblitzt. Demnächst sollen auch verdeckte Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden, wann, ist noch offen.

Ein Blitzer auf der Vorgebirgstraße in Zollstock soll für mehr Sicherheit sorgen. Lokalpolitiker fordern jedoch verdeckte Messungen für ein realistisches Bild.

Seit gut einer Woche steht ein Blitzer an der Vorgebirgstraße stadtauswärts in Höhe des Rosenzweigwegs. Für Christoph Schykowski, CDU-Bezirksvertreter in der Bezirksvertretung Rodenkirchen, ist das zwar ein Schritt in die richtige Richtung – aber nicht genug.

„Wir wollen, dass verdeckte Geschwindigkeitsmessungen zwischen 21 und 7 Uhr morgens durchgeführt werden, am besten zwischen der Kreuzung Gottesweg und der Straße Am Vorgebirgstor“, sagt Schykowski. Seine Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag für die jüngste Sitzung der Lokalpolitiker im März vorbereitet. Hintergrund seien zunehmende Beschwerden aus der Nachbarschaft: Anwohner berichteten von Fahrzeugen, die insbesondere in den Abend- und Nachtstunden mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs seien und entsprechend Lärm verursachten, erklärt Schykowski. „In dieser Zeit gibt es wenig Verkehr, so dass die breite, einspurige Straße offenbar einige Verkehrsteilnehmer zum Rasen einlädt“, vermutet er. Auf der Vorgebirgstraße in Zollstock gilt Tempo 50.

Bereits vor der Sitzung hatte er Kontakt zur Stadtverwaltung aufgenommen. „Es hieß, dass sie ein Geschwindigkeitsmessgerät frei haben und es kurzfristig an der Vorgebirgstraße aufstellen wollen. Das wurde auch gemacht, was wir sehr positiv finden“, so Schykowski.

Sichtbare Blitzer liefern falsches Bild

Bei dem eingesetzten Gerät handelt es sich allerdings um eine semistationäre Anlage – einen sogenannten Blitzer-Anhänger. Genau hier setzt die Kritik an. „Der ist von weitem schon sehr gut zu sehen. Hier fahren dann nur Leute zu schnell, die ihn wider Erwarten übersehen und die keine Blitzerwarnungen über das Radio oder andere Medien mitbekommen. Offene Geschwindigkeitsmessungen verfälschen den Eindruck der tatsächlichen Verhältnisse“, sagt Schykowski. Seiner Fraktion gehe es jedoch um eine realistische Abbildung der tatsächlichen Lage.

Nach einem erneuten Telefonat mit der Verwaltung wurde ihm zugesagt, es würden demnächst auch Seitenradarmessungen an der Vorgebirgstraße durchgeführt. Eine entsprechende Stellungnahme der Verwaltung lag den Lokalpolitikern in ihrer Sitzung vor.

Bei den Seitenradarmessungen wird eine nicht direkt sichtbare Anlage für mehrere Tage installiert und zeichnet die Durchfahrten wie Geschwindigkeiten auf. Überschreitungen werden jedoch nicht geahndet, da keine Kennzeichen erfasst werden.

Aufgrund der Zusage der Verwaltung zog die CDU ihren Antrag zurück. Wann die Seitenradarmessungen vorgenommen werden sollen, steht bisher nicht fest.