Im Kölner Cinedom droht Ärger zum „Spider-Man“-Start. Nach gescheiterten Tarifgesprächen plant die Belegschaft Proteste.
Zum „Spider-Man“-StartTarifstreit in Kölner Kino – Cinedom-Belegschaft plant Protest

Das Cinedom am Mediapark in Köln
Copyright: Arton Krasniqi
Unmittelbar vor der Premiere des neuen „Spider-Man“-Films gibt es im Kölner Cinedom Unruhe. Nach gescheiterten Tarifgesprächen plant die Gewerkschaft Verdi eine Protestaktion. Die Tarifgespräche für die Belegschaft, die circa 100 Mitarbeiter umfasst, sind laut der Gewerkschaft Verdi vorläufig ohne Ergebnis geblieben. Dies geschieht unmittelbar vor dem Anlaufen des Blockbusters.
Einem Vorschlag der Geschäftsleitung zur Modifikation des Tarifvertrags erteilte die zuständige Kommission von Verdi eine einstimmige Absage. Die Gewerkschaft vertritt die Ansicht, dass die von der Arbeitgeberseite gestellten Forderungen für die Angestellten „zu erheblichen und dauerhaften Verschlechterungen“ führen würden.
Cinedom in Köln: Protestaktion am Premierentag geplant
Verdi illustriert dies mit einem Rechenbeispiel: Ein Mitarbeiter im Service, der fünf Jahre Berufserfahrung besitzt, hätte durch die angestrebten Anpassungen ein um etwa 693 Euro geringeres Jahreseinkommen.
Infolge der ergebnislosen Gespräche plant die Belegschaft, ihren Unmut öffentlich zu zeigen. Eine Protestkundgebung ist für Mittwoch, den 29. Juli, ab 11 Uhr vor dem Kölner Cinedom angekündigt, zeitgleich mit dem Filmstart von „Spider-Man“. Laut einer Mitteilung der Gewerkschaft soll damit die verfahrene Lage verdeutlicht und die Forderung nach einem „fairen Tarifabschluss“ unterstrichen werden.
Verdi kritisiert „Verweigerungshaltung“
Die Schuld für die Zuspitzung des Konflikts sieht Verdi bei der Unternehmensleitung. Falls diese ihre „Verweigerungshaltung“ nicht ändere, erwarte die Gewerkschaft bald eine Fortführung und Intensivierung der Arbeitskampfmaßnahmen.
Laut Verdi ist der Anteil der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter in den vergangenen Monaten signifikant auf mehr als 60 Prozent angewachsen. Dies wird als Zeichen gewertet, dass eine große Bereitschaft in der Belegschaft besteht, den Tarifstreit fortzusetzen.
Welche spezifischen Folgen die Situation für den Betrieb des Kinos und die Filmpremiere am Mittwoch haben wird, blieb zunächst unklar. Von Die Cinedom-Geschäftsführung hat sich bisher nicht geäußert. (red)
