Wie die Stadt Köln mit Wahlhelfern umgeht, die nicht gebraucht werden.
Engagement ersticktWertschätzung für Kölner Wahlhelfer sieht anders aus


Jüngster Wahlhelfer: Bei der Bundestagswahl am 23. Februar überreicht Stadtdirektorin Andrea Blome dem 18-jährigen Vincent Gindele ein Geschenk der Stadt.
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Da war vom Superwahlsonntag die Rede, von Aufwandsentschädigungen, die sich für beide Wahltage einschließlich eines Vorbereitungsseminars auf bis zu 190 Euro summieren können. Das Ganze mit dem Hinweis versehen, dass trotz all dieser Maßnahmen die Anmeldezahlen rückläufig sind.
So erstickt man jedes Engagement im Keim
Versetzen wir uns in einen Erstwahlhelfer, der sich Mitte Juli beworben und eine Bestätigung bekommen hat. Danke. Wir haben Sie registriert. Und danach nichts mehr hört. Weil das Wahlamt es „nicht für zielführend hält“, ihm und den bis zu 1000 weiteren Helfern, die nicht berücksichtigt wurden, wenigstens eine Nachricht zu schicken.
Mit der Begründung, eine Sammel-Mail an alle zu verschicken, sei viel zu kompliziert. Zumal man auf einige bei kurzfristigen Ausfällen wohl noch zurückgreifen müsse. Wahlhelfer auf Abruf – ohne es zu wissen. Danke, Stadt Köln! Wertschätzung sieht anders aus. So erstickt man jedes Engagement im Keim.
